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SEC ermittelt gegen Time Warner

13.04.2004 | 15:40 Uhr |

Die US-Wertpapieraufsicht SEC will einem Pressebericht zufolge eine mögliche Falschbuchung bei dem US-Medienkonzern Time Warner untersuchen.

Wie die Tageszeitung "Washington Post" am Dienstag unter Berufung auf Vertreter von Bundesbehörden berichtet, geht es in diesem Zusammenhang um Werbeeinnahmen in Höhe von mehr als 400 Millionen US-Dollar. Dem Unternehmen werde vorgeworfen, Investoren im Hinblick auf die Finanzkraft der problembeladenen Online-Sparte AOL in die Irre geführt zu haben. Die SEC wolle der Frage nachgehen, ob Time Warner und AOL möglicherweise die Werbeeinnahmen künstlich aufgebläht haben, um AOL attraktiver erscheinen zu lassen, hieß es in dem Bericht weiter. Auch die Zahl der tatsächlichen Neukunden solle untersucht werden. Der mutmaßlich falsch gebuchte Umsatz stehe in erster Linie in Zusammenhang mit einem Werbedeal mit dem Medienkonzern Bertelsmann, der nach der Fusion zwischen Time Warner und AOL im Jahr 2001 abgeschlossen worden sei.

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