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US-Börsenaufsicht untersucht Aussagen zu Jobs’ Gesundheit

21.01.2009 | 17:40 Uhr |

Die Aufsichtsbehörde SEC untersucht Apples Aussagen zu der Gesundheit von Steve Jobs Hat Apple in wichtigen Wirtschaftsberichten nicht die ganze Wahrheit gesagt?

Steve Jobs
Vergrößern Steve Jobs

Wie der Wirschaftsnachrichtendienst Bloomberg berichtet, hat die US-Börsenaufsicht Untersuchungen gegeb Apple eingeleitet. Die "United States Securities and Exchange Commission" will prüfen, ob Apple in wichtigen Berichten die Wahrheit über Jobs’ Gesundheitszustand gesagt hat. Während Unternehmen in der Öffentlichkeit im Rahmen der Unternehms-PR große Freiheiten haben, sind sie bei den obligatorischen Jahresberichten zur Wahrheit verpflichtet.

Wahrheitspflicht

In dem so genannten "10-K"-Formular müssen sie Geschäftsergebnisse und andere Informationen eintragen, die für Anleger wichtig sind. Die SEC überprüft nun laut einer Quelle Bloombergs, ob Apple hier relevante Informationen unterschlagen haben könnte. Um ein Verfahren gegen Apple einzuleiten, müsste die Aufsicht nachweisen, dass Apple bewusst brisante Informationen unterschlagen hat. Die Tatsache, dass die Börsenaufsicht ermittelt, ist noch kein Beleg dafür, dass Apple sich etwas zu Schulden hat kommen lassen.

"Man müsste exakt beweisen, was sie wussten" sagt Peter Henning, selbst früher bei der Börsenaufsicht. Bei gesundheitlichen Problemen gebe es jedoch kaum definitive Antworten, so der Anwalt. Apple spärliche Angaben zu Steve Jobs’ Gesundheit haben viele Anleger verärgert. Der CEO des Unternehmens gilt bei den Anteilseignern als enorm wichtig für Apple, weswegen der Aktienkurs des Unternehmens mit jedem neuen Gerücht zu seinem Zustand fiel. Anfang Januar hatte Steve Jobs noch von hormonellen Problemen gesprochen, bevor er kurze Zeit später seinen Rückzug für ein halbes Jahr verkündete. Mittlerweise gibt es sogar Gerüchte, die eine nötige Lebertransplantation vermuten.

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