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SMS-Fahndung vor dem Aus

30.12.2004 | 11:33 Uhr |

Zehn Monate nach ihrer Einführung steht die SMS-Fahndung offenbar vor dem Aus. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, reagierte noch kein einziger Bürger auf die Aufrufe der Polizei, Hinweise auf Verbrecher oder vermisste Personen zu geben.

Bundesweit wurden bisher 20 SMS-Fahndungen ausgelöst. Die Täterjagd per Handy, von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) im Februar 2004 als "wertvolle Hilfe" für die Ermittler gepriesen, scheitert laut "Focus" vor allem an der geringen Akzeptanz. Nur drei Polizeibehörden (Lüneburg, Bochum und Magdeburg) beteiligen sich an dem Projekt des Bundeskriminalamts ( BKA ), gerade mal 1132 Bürger lassen sich Fahndungsaufrufe aufs Mobiltelefon senden.

"Unsere Erwartungen sind nicht aufgegangen", sagte der Projektleiter der SMS-Fahndung in Bochum, Frank Nows, zu Focus. Man müsse ernsthaft überlegen, ob die Methode weiter angewendet werden könne. "Es macht keinen Sinn, dass wir allein auf weiter Flur kämpfen", so Nows.

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