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Filemaker: Datenbanken auf dem iPad

29.10.2012 | 14:15 Uhr |

Die Anwendungen von Filemaker ermöglichen den Zugriff auf SQL-Datenbanken via iPad. Hier erfahren Sie, wie es geht

Von der Datenbank auf das iPad und zurück: Wenn ein Außendienstmitarbeiter zum Kunden fährt und dort Waren ausliefert oder Bestellungen annimmt, kann er mit den Anwendungen von Filemaker auf die eigene Datenbank zugreifen und Änderungen vornehmen. 
 
Die Produktreihe von Filemaker besteht aus Filemaker Pro, Filemaker Server und Filemaker Go. Diese Anwendungen verfügen über Schnittstellen zu Datenbanken wie My SQL, Microsoft SQL und Oracle SQL. Im Frühjahr dieses Jahres hat Filemaker mit der Version 12 seine Anwendungen überarbeitet. Neu in Version 12: Der Zugriff auf die Filemaker-Datenbank ist nun auch per iPad möglich. Den mobilen Client „Filemaker Go für iPad“ gibt es kostenlos im AppStore.
 
Filemaker Pro dient zur Erstellung von Datenbanken, die sich über den Mac, PC und auch über das Web verwalten lassen. Mit Filemaker Server können Sie  Benutzerrollen zuweisen und Zugriffsrechte definieren. Filemaker Go ist als kostenlose App im erhältlich. Der Client öffnet jedoch nur Datenbanken, die mit Filemaker Pro 12 erstellt worden sind. Es ist möglich, 4 GB an Daten aus der Datenbank herunterzuladen und diese auf dem iPad lokal zu speichern.
 

Mit filemaker Go for iPad haben Sie unterwegs auf dem ipad Zugriff auf die Filemaker-Datenbanken.
Vergrößern Mit filemaker Go for iPad haben Sie unterwegs auf dem ipad Zugriff auf die Filemaker-Datenbanken.

Die Filemaker-Anwendungen spucken jedoch nicht nur Zahlen aus. Mit der App haben Sie auch Zugriff auf Diagramme, Fotos und Videos. Außerdem lassen sich Unterschriften digital erfassen. Sie haben die Möglichkeit, Dateien als CSV, Excel, HTML- oder PDF zu exportieren.

  Einrichtung und Integration mit iPhone bzw. iPad  

Um die Filemaker-Anwendungen nutzen zu können, müssen Sie eine OBDC-Verbindung einrichten. Anschließend lässt sich die Filemaker-Datei mit der SQL-Quelle verbinden. Nun können Sie Ihre gewünschten Felder, Tabellen und Layouts einrichten sowie Scripts und Beziehungen erstellen.
 

Die Daten lassen sich auch über iTunes lokal auf das iPad speichern.
Vergrößern Die Daten lassen sich auch über iTunes lokal auf das iPad speichern.


Für den Zugriff per iPad gibt es drei Möglichkeiten: Wenn Sie Filemaker Server verwenden, können Sie mit der App direkt darauf zugreifen und Dateien öffnen. Der Zugriff erfolgt per Remote-Verbindung. Sollten Sie keine Internet- oder Datenverbindung haben, besteht auch die Möglichkeit, sich Teile der Datenbank vorher über iTunes zu übertragen.
 
Werden unterwegs über das iPad Änderungen in der Datenbank vorgenommen, können diese Aktualisierungen als E-Mail-Anhang zurückgesendet werden. Die Synchronisation zwischen lokalen Lösungen auf dem iOS-Gerät und Dateien auf dem Rechner läuft nicht direkt ab. Dazu muss eine separate Lösung von Entwicklern erstellt werden.
Wenn von FileMaker Go eine Remoteverbindung zu einer FileMaker gehosteten Datenbank besteht, dann läuft das automatisch ab,  eine eigens angestoßene Synchronisation ist nicht mehr erforderlich. So kann der Außendienstmitarbeiter beispielsweise sein Reporting direkt an das Headquarter schicken oder Bestellungen an die Zentrale weiterleiten. Das geht natürlich auch per E-Mail. Außerdem unterstützt die App Standortdaten und die Kamera.

  Preise


Filemaker Pro 12 Advanced und Filemaker Server gibt es für 478,80 Euro. Mit dem Preiskonfigurator können Sie sich Ihr Filemaker-Paket individuell zusammenstellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei Filemaker bestimmte Angebote zu mieten. So gibt es zehn Filemaker-Pro-Lizenzen und eine Filemaker-Server-Lizenz für 1320 Euro mit einer Laufzeit von einem Jahr.
 

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