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Safari-Anwender starten Kampagne gegen Google

29.01.2013 | 09:34 Uhr | Peter Müller

Wegen Umgehung der Datenschutzeinstellung von Safari musste Google in den USA bereits eine Strafe in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar zahlen, in Großbritannien schließen sich nun Safari-Anwender gegen den Konzern zusammen und koordinieren rechtliche Schritte.

Google hatte trotz gegenteiliger Beteuerungen zwischen Sommer 2011 und Frühjahr 2012 weiterhin Cookies von Safari-Nutzern ausgelesen, um ihnen Werbung einzuspielen, die Google auf die Inhalte der zuvor besuchten Seiten passte. Judith Vidal-Hall , früherer Redakteurin des Magazins "Index on Cesorship", treibt die Klage voran, berichtet die BBC . "Google behauptet, keine persönlichen Daten zu sammeln, aber sagt nicht, wer darüber entscheidet, was 'persönlich' ist," klagt Vidal-Hall den Konzern an. Welche Daten er preis geben und welche er als persönlich betrachte, sei immer noch Angelegenheit des Internetnutzers.

Unterstützung erhält Vidal-Hall von der Verbraucherschutzorganisation Big Brother Watch. Gogoles Missachtung der Safari-Einstellungen seien "kein Unfall" gewesen, pflichtet etwa der Direktor der Organisation Nick Pickles der BBC bei. Der Fall sei eine Präzedenz für Verbraucherrechte. Auf Facebook hat sich zudem die Gruppe Safari Users Agaist Google's Secret Tracking gegründet.

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