Happy Birthday!

Safari wird 10 Jahre alt

07.01.2013 | 13:46 Uhr | Florian Kurzmaier

Mittlerweile ist er aus der Apple-Welt nicht mehr wegzudenken: die Rede ist von Apples Browser "Safari", den Steve Jobs seinerzeit am 7. Januar 2003 auf der MacWorld in San Francisco erstmals vorgestellt hat.

Zurück ins Frühjahr 2003: Der meistgenutzte Browser auf Mac-Systemen war der Internet Explorer von Microsoft. Für Steve Jobs, der zunächst auf eine starke Softwarepräsenz von Microsoft auf dem Mac angewiesen war, war das Ansporn genug, einen eigenen Browser entwickeln zu lassen. Vor zehn Jahren stellte der damalige Apple-CEO den Browser namens "Safari" auf MacWorld San Francisco erstmals der Öffentlichkeit vor. Und die war trotz des eher mickrigen Funktionsumfangs der Safari-Beta so begeistert, dass der Browser bereits mit Mac OS 10.2 Panther zum Systemstandard wurde.

„Freedom“, „Alexander“ und „iBrowse“

Wäre beinahe als "Freedom" bezeichnet worden: Safari, hier
in Version 6.0.1 unter Mountain Lion.
Vergrößern Wäre beinahe als "Freedom" bezeichnet worden: Safari, hier in Version 6.0.1 unter Mountain Lion.

Interessant ist auch die Anekdote, die der ehemalige Apple-Entwickler Don Melton aus seiner Zeit bei Apple in seinem eigenen Webblog zu berichten weiß, nämlich wie Safari zu seinem Namen kam. Steve Jobs habe vor den Entwicklern begonnen, mögliche Namen des neuen Browsers laut auszusprechen. Einer der aussichtsreichsten Kandidaten sei demnach der Name „Freedom“ gewesen – vor allem weil dieser Name die Befreiung Apples und seiner Nutzer von Microsoft und seines Internet Explorers implizierte.

Da jedoch ein bekannter US-amerikanischer Hygieneartikelhersteller ebenfalls Freedom hieß, habe man diesen Namen verworfen. Eine Zeit lang gingen auch die Namen „Alexander“ und „iBrowse“ um. Als Apples Product Manager Kurt Knight seinem Kollegen Melton den finalen Namen „Safari“ offenbarte, wusste er im ersten Moment nicht so recht, was er mit dem Namen anfangen sollte:

„Mein Kopf war völlig leer, einfach weil es mich so überrascht hat. Der neue Name kam einfach aus dem Nichts; und er klang im ersten Moment so viel fremder, als er eigentlich war. »Klingt gar nicht so beschissen«, sagte ich schließlich.“

Mobiler Dominator

Mit einem Marktanteil von knapp 5,2 Prozent (alle Angaben von netmarketshare.com ) am weltweiten Traffic rangiert die Desktop-Version von Safari auf einem abgeschlagenen vierten Platz: Marktführer ist unangefochten der Internet Explorer mit 55 Prozent Marktanteil, gefolgt von Mozillas Firefox (20 Prozent) und Googles Chrome (18 Prozent).

Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent ist die
iOS-Version von Safari der meist benutze mobile Browser der
Welt.
Vergrößern Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent ist die iOS-Version von Safari der meist benutze mobile Browser der Welt.

Ganz anders sieht es dagegen im Bereich der mobilen Browser aus: hier ist Apples Safari der unangefochtene Dominator des Marktes mit gut 60 Prozent Anteil am mobilen Webtraffic (gefolgt vom Android Browser mit 22 Prozent). Man kann also durchaus von einer Erfolgsgeschichte sprechen, vor allem wenn man bedenkt, dass Mac OS lediglich einen Marktanteil von 7 Prozent hat und mit Firefox und Chrome starke Konkurrenten auch am Mac verfügbar sind.

Inzwischen ist Safari bei Version 6.0.2 angekommen und hat – mit Ausnahme des unverwechselbaren Icons – kaum noch etwas mit seiner Ur-Version gemein.

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