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Sammelklage gegen Apple wegen Macbook-Displays

21.05.2007 | 12:33 Uhr |

Am Bezirksgericht von San Diego, Kalifornien, ist gegen Apple eine Sammelklage wegen der in Macbooks und Macbooks Pro verwendeten Displays eingegangen, berichtet Apple Insider.

Macbook Familie
Vergrößern Macbook Familie

Die beiden Kläger, die Apple-Kunden Fred Greaves und Dave Gatley fühlen sich von falschen Angaben des Mac-Herstellers bezüglich der Monitore betrogen und fordern nun Schadensersatz. Apple behaupte in seiner Werbung, Macbooks und Macbooks Pro würden "Millionen von Farben" anzeigen und einen Blick bieten, der "mit anderen tragbaren Computern schlicht nicht erhältlich" sei. Tatsächlich könnten die Displays Farbe nicht in 8Bit, sondern nur in 6Bit pro Farbkanal anzeigen, also 256K oder 262.144 Farben. Mit der Dithering-Technik, die benachbarte Pixel dazu bringt, leicht variierte Farben anzuzeigen und so dem Auge die Illusion von Millionen von Farben erweckt, erfülle Apple das Versprechen von hoher Farbtreue jedoch nicht. Viele Anwender würden sich daher Wochen nach dem Kauf über ein "körniges" Bild beschweren. Laut Klageschrift habe Apple unzufriedene Kunden abgewimmelt, die schlechte Bildqualität sei deren Einbildung geschuldet, hieß es. In anderen Fällen habe Apple die sich beschwerenden Kunden als zu anspruchsvoll in Sachen Farbqualität abgekanzelt. Insbesondere im Profi-Bereich sei die fehlende Farbtiefe ein Mangel, speziell für Fotografen würden sich die Displays zur Bildbearbeitung wenig eignen.

Mit der Schadensersatzforderung geht auch eine Klage wegen Verletzung des Unfair Competition Law und des Consumer Legal Remedies Act ein, die Behauptungen in Apples Werbung seien falsch und unfair, meinen die Kläger.

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