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Sammelklage gegen Creative

06.05.2008 | 10:33 Uhr |

Eine Sammelklage, die der Musikgerätehersteller Creative soeben in den USA verloren hat, wird für diesen nun richtig teuer.

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Dabei geht es nur um wenige Megabytes, allerdings in vielen Hosentaschen. Der Hersteller hatte es laut dem Urteil versäumt , beim Verkauf von MP3-Playern deren genaue Kapazität anzugeben: 1 Gigabyte entspreche eben nicht 1.000.000.000 Byte, sondern vielmehr 1.073.741.824 Byte. Der Streit um die Verwechslung von Binärpräfixen mit SI-Präfixen hat Festplattenhersteller in den letzten Jahren bereits ganze Klagewellen beschert. Je größer die Festplatten werden, um so größer wird nämlich auch die Abweichung und der Verlust beim Kunden: Bei einem Gigabyte beträgt der Unterschied zwischen dezimaler und binärer Zählweise bereits 7,4 Prozent. Jetzt zahlt auch Creative nach, allerdings in Form von Rabatten: Wer vor 2004 einen MP3-Player dieses Herstellers in den USA gekauft hat, der erhält ein Nachfolgemodell für die Hälfte oder weitere Rabatte. Danach hatte Creative die genaue Byte-Zahl im Kleingedruckten angegeben.

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