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Samsung bietet Galaxy-Nutzern "Milk Music" an - Äquivalent zu iTunes

10.03.2014 | 06:25 Uhr |

Den Radio-Dienst gibt es vorerst nur in den USA: Von 200 Radio-Stationen sind rund 13 Millionen Musiktitel verfügbar, die der Anwender direkt wählen kann oder durch Auswahl von Künstlern und Genre zur persönlichen Radio-Station konfiguriert.

Samsung hat am letzten Freitag seinen eigene Musik-Streaming-Version vorgestellt, berichten unsere Kollegen von PCworld . Daren Tsui, Samsungs Vize-Präsident für Media Solutions, verkündete, dass der neue Radio-Dienst kostenlos und ohne Werbeeinblendungen ist, und der Anwender sich nicht zur Nutzung einloggen muss. Samsungs App Milk gibt es im Google Play Store und unterstützt Samsungs Smartphones und Tablets. Tsui betont, dass die Firma an einer Strategie arbeitet, die App auf mobilen Geräten der Konkurrenz anzubieten.

Die App Milk steht in direkter Konkurrent zu Musik-Diensten wie Apples iTunes Radio , der allerdings nur mit Werbeeinblendungen kostenlos ist und andernfalls reklamefrei für iTunes Match-Kunden für 25 Euro pro Jahr verfügbar ist. Auch die kostenlosen Mitwettbewerber Pandora und Spotify setzen auf Finanzierung ausschließlich durch Werbeeinblendungen.

Der Unterschied zwischen Milk und iTunes Radio: Bei Samsung gibt es noch keine Möglichkeit, Musiktitel zu kaufen, aber Tsui erwähnt, dass Samsung auch diese Option in Erwägung zieht. In der Zwischenzeit dient der Milk-Radio-Dienst als Zugpferd, um die Verkäufe von Samsungs Smartphones und Tablets weiter anzukurbeln. Die App unterstützt übrigens auch Allshare , die wie Airplay das Streamen von Inhalten auf Fernseher und andere Geräte von Samsung ermöglicht.

Samsung hat zur Entwicklung von Milk mit dem US-Radio-Dienst Slacker zusammen gearbeitet und deren Datenbank mit zehn Millionen Titeln zur Entwicklung von Milk genutzt. Slacker selbst finanziert sich wiederum mit Werbeeinnahmen. Die Benutzerschnittstelle erinnert an das Click-Wheel des iPod Classic . Ein runder Auswahlschalter kann von dem Anwender mit neun der 17 verfügbaren Genres vorbelegt werden und mit Drehen des Schalters wird zwischen Musik-Streaming der jeweiligen Genres umgeschaltet. Zusätzlich kann der Nutzer durch gezieltes Suchen von Künstlern oder Titeln auf den persönlichen Geschmack zugeschnittene Radio-Stationen konfigurieren. Tsui betont, dass Samsung dafür Lizenzverträge mit den Platten-Labels unterzeichnet hat und dass die Suchfunktion das Auffinden von neuer Musik in vorgegebenen Geschmacksrichtungen unterstützt.

In einem Test bei der PCworld konnte Milk einige Songs nicht finden, wie zum Beispiel "Ghost Tonight" von Chairlift, aber der Dienst erzeugte prompt eine eigene Radio-Station, die Titel dieser Band abspielte. Im Test bewertete der Kollege die Sound-Qualität der Wiedergabe als überzeugend und beim Wechsel der Stationen war keine Verzögerung zu bemerken.

Tsui betonte, dass der verfügbare Musik-Katalog ständig erweitert wird. Die jetzt in den USA verfügbare Version protokolliert die abgespielten Musikstücke auf dem Samsung-Gerät und der Anwender kann diese Listen einsehen. Für die nächste Milk-Version plant Samsung das Zwischenspeichern von mehreren Stunden von Musik einer Radio-Station, um dann auch Offline Musik abzuspielen.

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