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Samsung darf Phil Schiller erneut befragen

05.11.2012 | 06:36 Uhr |

Apple hoffte, dass der Marketing-Chef nach seiner Entlassung als Zeuge durch Samsung nicht als Sachverständiger im außergerichtlichen Kreuzverhör auftreten muss.

Apples Marketing-Chef Phil Schiller wurde von einem Bezirks-Gericht in Kalifornien in einem Beschluss am letzten Donnerstag angefordert, um in dem Patentrechtsstreit zwischen Apple und Samsung zum Kreuzverhör durch Samsungs Anwälte zu erscheinen.

Das Gericht beschloss bereits am Montag, dass beide Parteien der Gegenseite bis zu drei Stunden lang ihre Sachverständigen zur außergerichtlichen Befragung zur Verfügung zu stellen haben. Apple hat daraufhin nachgefragt, ob Schiller wirklich auf diese Vorschlagsliste von Experten gehört, das er im Prozess lediglich einige Fakten vortrug und bestätigte, aber nicht als eigentlicher Sachverständiger auftrat. Insbesondere wand Apple ein, dass Samsung Schiller bereits im Prozessverlauf aus dem Zeugenstand entlassen hat. Der Amtsrichter Paul Grewal hat daraufhin am Donnerstag ausdrücklich angeordnet, dass Schiller sich spätestens am 5. November 2012 bis zu drei Stunden lang zu Samsungs Verfügung stellen muss.

In dem Patent-Rechsstreit hatte Schiller einige der interessanteren Aussagen beigesteuert: Zum einen stelle er vor, wie Apple ursprünglich Ideen und Vorschläge für das iPhone- und iPad-Design sammelte. Zum anderen veröffentlichte der Marketing-Chef, wieviel Apple an Werbung in den USA investierte. Die Anwälte von Samsung Bohrten bei allen Design-Komponenten nach, die Apple nicht selbst erfanden und forderten Schillers Unterlagen und E-Mail-Kopien an.

Die außergerichtlichen Befragungen sind für beide Parteien die letzten Vorbereitungen für die Anhörungen, die am 6. Dezember in San Jose in Kalifornien starten werden.

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