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Samsung droht Verkaufsverbot in Iran

08.02.2012 | 07:03 Uhr |

Es ist kein Patentstreit, der zu einem weitreichenden Verkaufsverbot für Samsung-Tablets führen könnte, sondern ein beleidigtes Regime: Iran will nach einem Bericht unserer Kollegen von Macworld UK den Verkauf von Galaxy-Tabs im Land verbieten. Grund ist ein Werbespot, der im israelischen Fernsehen gelaufen war: Vier als Frauen verkleidete Komiker treffen vor einer Atomfabrik in Isfahan einen gelangweilten Mossad-Agenten, der zum Zeitvertreib Videos auf einem Galaxy Tab sieht - einer der Komiker löst beim Grabschen nach dem Tablet eine Explosion aus. Samsung weist gegenüber dem Wall Street Journal (WSJ) jede Schuld von sich, den Spot habe der Kabelsender HOT ohne Wissen und Zutun des koreanischen Konzerns gedreht. Iranische Behörden weisen den Film als beleidigend zurück und sehen die iranische Gesellschaft als "primitiv" geschmäht, so das WSJ weiter. Das Blatt vermutet jedoch sehr wohl politische Gründe hinter der Werbung: Südkorea soll das Öl-Embargo gegen Iran unterstützen.

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