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Samsung führt Verkaufserfolge auf Marketing zurück

15.04.2014 | 09:48 Uhr |

Samsung verteidigt sich vor Gericht gegen Vorwürfe Apples, von seinen Technologien für iPhone und iPad profitiert zu haben.

Samsungs Verkaufserfolge beruhen nicht darauf, Technologien von Apple kopiert zu haben, verteidigt sich der koreanische Konzern vor dem Gericht in San Jose. Stattdessen habe aggressives Marketing dabei geholfen, Marktanteile zu gewinnen erklärt etwa Samsung Marketing-Chef Todd Pendleton. Im Kreuzverhör von Apples Anwälten gab Pendleton jedoch zu, die Kampagnen bewusst gegen Apple-Produkte ausgerichtet zu haben, etwa zum Start des iPhone 5 im Jahr 2012. Samsung war im Frühjahr auch mit teuren Fernsehspots zur Superbowl-Übertragung aufgefallen und dem Selfie-Stunt bei der Oscar-Verleihung.

Dass Apple konkret im Fokus von Samsung stand, beweist auch eine Mail, die der damalige Chef von Samsung Mobile in den USA, Dale Sohn, im Jahr 2012 an Mitarbeiter schrieb. "Apple zu schlagen, ist mehr als nur ein Option. Es ist unsere Überlebensstrategie. Wir müssen Kunden von ihnen zurückgewinnen und zu einer Kundenloyalität kommen, wie sie Apple genießt," heißt es in dem dem Gericht vorgelegten Schreiben. Die höchste Priorität habe seinerzeit das Phablet Galaxy Note gehabt, das Samsung zum Top-Seller hatte ausbauen wollen. Samsung versteift sich in seiner Verteidigung zudem darauf, dass fast alle von Apple für sich reklamierten Patente Bestandteil von Googles mobilen Betriebssystem Android seien, mit Ausnahme des "Slide to unlock".

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