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Samsung muss 290 Millionen US-Dollar an Apple zahlen

22.11.2013 | 06:35 Uhr |

Zwei Tage hat die Jury gerechnet und am dritten ihr Verdikt verkündet: Samsung muss Apple für entgangenen Profit entschädigen, Lizenzen zahlen und vom eigenen Gewinn etwas abgeben. Der koreanische Konzern will sicher weiter wehren.

Nach fast drei Tagen Beratung hat die Jury im Berufungsprozess Apple vs. Samsung entschieden, dass der koreanische Konkurrent dem iPhone-Hersteller für Patentverletzungen 290 Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen muss. Apple hatte in dem Verfahren 380 Millionen US-Dollar gefordert, Samsung ursprünglich nur 52 Millionen US-Dollar zahlen müssen. Die Jury sprach dabei Apple entgangene Profite und Lizenzkosten zu sowie einen Teil der von Samsung eingestrichenen Gewinne. Im August 2012 hatte das gleiche Gericht in San Jose Apple 1,05 Milliarden US-Dollar zugesprochen, später hatte Richterin Lucy Koh die Zahlung jedoch um 450 Millionen US-Dollar reduziert, da diese falsch berechnet war.

Unabhängig von der Höhe der Kompensation freut sich Apple über das Urteil in dem langjährigen Prozess: "Für Apple ging dieser Fall immer um mehr als um Patente und Geld," heißt es in einem Statement des Unternehmens, "es ging um Innovation und um die harte Arbeit, die wir in die Entwicklung der Produkte stecken, die die Leute lieben." Es sei zwar schwer möglich, dafür einen Preis festzusetzen, bei Apple sei man aber dankbar, dass die Jury Samsung gezeigt habe, dass Kopieren koste. Samsung zeigt sich hingegen von einem Urteil enttäuscht, dass "in weiten Teilen einem Patent folgt, welches das US-Patent- und Markenamt kürzlich für ungültig erklärt hat." Der koreanische Konzern will das Urteil anfechten.

Die Jury-Sprecherin Colleel Allen erklärte in einem Interview nach dem Urteil, die Geschworenen hätten sich zwar bei einigen Details schwer getan, aber Punkt für Punkt die Vorwürfe abgearbeitet. Samsung habe für seine Sicht der Dinge keine ausreichenden Beweise vorlegen können.

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