1933491

Samsung sah Steve Jobs' Tod als Angriffssignal auf das iPhone

17.04.2014 | 09:50 Uhr |

Im Prozess Apple gegen Samsung kommen immer mehr pikante Details ans Licht.

Samsung hatte die Karwoche damit begonnen, sich auf starkes Marketing zu berufen. Dieses sei entscheidend für den Verkaufserfolg der Galaxy-Produkte gewesen und nicht vom iPhone übernommene Features. Wie aggressiv die Marketingstrategie des koreanischen Konzerns wirklich war, enthüllt nun eine dem Gericht in San Jose vorgelegte Dokumente.

Nach Vorstellung des iPhone 4S mit iOS 5 und Siri am 4. Oktober 2011 befasste sich eine Runde um Samsungs Vice President of Sales Operations Michael Pennington mit dem neuen Smartphone und verglich es mit dem eigenen Galaxy S2 sowie weiteren Konkurrenten wie dem Motorola Droid oder dem Blackberry Bold und dem HTC Titan. Apple wolle man nur indirekt mit Marketing-Kampagnen angreifen, über Google, den Hersteller des Android-Betriebssystems, war man sich einig. Denn Samsung wollte Apple nicht als Kunden für Prozessoren, Speicherchip und Displays verlieren. Siri hingegen sei ein Angriff auf Googles Kerngeschäft, der Internetsuche.

Der Tod von Steve Jobs am 5. Oktober 2011 habe einiges durcheinander gebracht, Pennington beklagte, Apple bekäme nun "bedauerlicherweise" viel Presse, in den Berichten sei auch über die Überlegenheit des iPhone 4S zu lesen. Dies habe man "viel zu lange angesehen", nun sei die beste Gelegenheit, mit einer aggressiven Marketingkampagne entgegen zu steuern. Samsung wolle darin zeigen, wie einfach es sei, auf die Android-Plattform zu wechseln und welche Vorteile von der Flexibilität der Samsung-Plattform der Kunde habe.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1933491