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Samsung schummelt bei Galaxy-Benchmarks

31.07.2013 | 13:22 Uhr |

Das Samsung Galaxy S4 ist das neueste Smartphone-Flaggschiff bei Samsung und wird fast zwangsläufig als Vergleichsgerät für ein neues iPhone herhalten müssen.

Samsung positioniert sein aktuelles Smartphone als ständigen Begleiter in allen Lebenslagen (Im PR-Sprech von Samsung: "Life Companion": Mit einem großen Bildschirm und einem Prozessor mit vier Kernen soll das Galaxy S4 alle Wünsche von Technik-Fans und Normal-Nutzern erfüllen. Tatsächlich schneidet das Smartphone in den Test gut ab: Unsere Kollegen der PC-Welt haben die Note "Gut" (1,92) vergeben. 

Das Technik-Blog Anandtech hat jedoch herausgefunden, dass der koreanische Hersteller kräftig bei solchen guten Noten nachhilft: Im einer Systemdatei haben die Ingenieure den Code "BenchmarkBooster" gefunden. Läuft also auf einem Galaxy S4 eine entsprechende Benchmark-App, werden der Prozessor und der Grafik-Chip im Smartphone schneller. Eine Methode, die an sich nicht neu ist. Apple wirbt auch bei den aktuellen Macbook Air mit einen Prozessor-Turboboost bis zu 2,7 GHz. Ein feiner Unterschied besteht jedoch dabei: Stellt Apples Ultrabook eine ressourcenhungrige App wie iMovie fest, taktet der Prozessor schneller. Somit kommt diese Optimierung auch dem Nutzer zu Gute. Die Prozessor-Anpassungen beim Galaxy S4 sind aber nur für Benchmark-Apps gedacht. Das Smartphone schneidet bei den Tests besser ab, der End-Anwender merkt von der Optimierung nichts, da sie nicht für die Alltags-Apps gedacht ist.

Samsung hat sich mittlerweile zu den Behauptungen von Anandtech geäußert: " Wir nutzten kein spezifisches Tool, um bessere Benchmarks zu erreichen. " Auch im Firmenblog des Konzern wurde eine Stellungnahme publiziert. Dort heißt es, dass das Galaxy S4 seine maximale Taktrate von 533MHz in erster Linie für Vollbild-Apps wie den S Browser, die Bildergalerie oder die Kamera- und Video-Apps nutzt – aber eben auch für einige Benachmark-Tools. Der Hintergrund ist laut Samsung, dass man den Nutzern so ein optimales Nutzererlebnis garantieren wolle.

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