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Samsung und Apple dominieren weiterhin den Smartphone-Markt

29.10.2012 | 10:34 Uhr |

Nokia hingegen schaffte es bei den Smartphone-Umsätzen im dritten Quartal 2012 zum ersten Mal nicht auf die Liste der Top-5-Hersteller.

Analysten von IDC bestätigen in ihrer Studie vom letzten Freitag, dass Samsung und Apple den weltweiten Smartphone-Markt auch weiterhin fest im Griff haben, berichtet Techhive . Demnach hielten im dritten Quartal 2012 Samsung 31,3 Prozent und Apple 15 Prozent aller Marktanteile. Werden auch alle anderen Handys eingerechnet, dann fertigte Samsung in diesem Quartal 37,7 Prozent aller Geräte. Im Smartphonebereich verkaufte Samsung 56,3 Millionen, während Apple mit 26,0 Millionen den nächsten Platz belegt.

Damit sind für Apple die iPhone-Umsätze nicht angestiegen, aber Analysten weisen darauf hin, dass nur die letzte Woche der ausgewerteten drei Monate die Verkäufe des neuen iPhone 5 enthält. Außerdem sollen die Probleme mit Apples hauseigenem Maps-Dienst den Absatz gedämpft haben. Samsung hingegen hat neue Rekordumsätze erreicht, welche die Marktforscher von ICD auf eine gründliche Überarbeitung von Android und einer breit gefächerten Modellreihe bis hin zum Vorreiter Galaxy S III zurückführen.

Dem Smartphone-Markt ist immer noch stark am Wachsen: Im dritten Quartal 2012 wurden 45,3 Prozent mehr Geräte als im gleichen Quartal 2011 umgesetzt und die Anzahl der verkauften Geräte stieg in diesem Zeitraum von 123,7 auf jetzt 179,7 Millionen. Die Umsatzsteigerung kommt auf Kosten von anderen Mobiltelefonen. Der weltweite Handymarkt stieg im gleichen Zeitraum um nur 2,4 Prozent an, wobei im dritten Quartal 2011 434,1 Millionen und in 2012 444,5 Millionen Geräte verkauft wurden.

Die Analysten von IDC verfolgen den Handymarkt seit 2004 und in der neuen Studie hat es zum ersten Mal Nokia nicht mehr in die Liste der Top-5-Smartphone-Hersteller geschafft und wurde von Research in Motion (RIM) abgelöst. Auf dem gesamten Mobiltelefonmarkt hingegen hält Nokia auch weiterhin mit 18,7 Prozent aller Umsätze und 82,9 Millionen Handys Platz zwei. Laut der Analyse der Marktforscher ist Nokia auf dem Smartphonemarkt nicht nur durch das Wachstum von Samsung bedroht wird, sondern dank erfolgreichen Herstellern wie Huawei auf dem chinesischen Markt rapide Anteile verliert. Kevin Restivo, ein Analyst bei IDC, beschreibt den Nokias Schritt vor 18 Monaten von einer Symbian-basierten Smartphone-Modellreihe zu einem einzigen Smartphone unter Windows Phone als perfekte Gelegenheit für Konkurrenten, die Kunden von Nokia abzuwerben. Auf der anderen Seite räumt Restivo aber ein, dass der Smartphone-Markt noch jung genug ist, um eine Vielfalt von neuen Herstellern und Betriebssystemen erfolgreich ein- und umsteigen zu lassen.

Die Studie von IDC belegt auch, dass die Umsätze von Research in Motion im dritten Quartal nicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen sind. Dank seiner 80 Millionen Kunden konnte die Firma jedoch in die Liste der Top-5-Smartphone-Hersteller aufsteigen. Langfristig jedoch zweifelt IDC, ob RIM diese Position halten kann, da erst in 2013 neue Modelle kommen werden und die Konkurrenz nicht schläft.

ZTE hat es in die Top-5-Liste geschafft, indem die Firma günstige Einsteiger-Smartphones anbietet und sich damit neue Absatzmärkte schuf. Insbesondere in Nord-Amerika sind ZTEs Umsätze gestiegen. HTC hat seine Umsätze gehalten, aber Marktpositionen verschoben. Während der Hersteller in den USA Anteile verlor, konnte die Firma diese Verluste durch weltweites steigendes Interesse an den neuen Modellen One X und EVO 4G wettmachen. HTC setzt laut IDC große Hoffnungen auf seine zwei neue Modelle 8X und 8S unter Windows Phone 8 , die im Dezember in den Handel kommen werden.

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