2177398

Satellit soll Ozeane überwachen

17.02.2016 | 17:40 Uhr |

Die Europäische Weltraumorganisation leitet weitere Schritte ein, um die Umwelt zukünftig besser schützen zu können. Mit Hilfe von Satelliten sollen unter anderem die Ozeane überwacht werden. Doch das ist noch nicht alles.

Die Europäische Weltraumorganisation ESA schickt einen weiteren Umwelt-Satelliten in den Weltraum , um verstärkt die Ozeane zu beobachten. Die Aufgabe der Sonde namens Sentinel-3A soll es sein, Meeresströmungen und den Anstieg des Meeresspiegels zu messen. Der Programmleiter für die Erdbeobachtung bei ESA Volker Liebig erklärt: „Der Satellit tastet die Erde in etwa einem Tag ab“. Die Daten, die  hierbei gewonnen werden, können wichtige Hinweise auf den Klimawandel liefern.

Der Sentinel-3A überwacht unter anderem die Ozeane.
Vergrößern Der Sentinel-3A überwacht unter anderem die Ozeane.
© ESA

Am Dienstagabend startete die Rakete, welche den Satelliten ins All brachte, in Nordrussland. „Wir können die Verschmutzung der Ozeane messen, auch die Chlorphyllverteilung“, sagte Liebig. Aus mehr als 800 Kilometern Höhe kann der Satellit nicht nur Informationen über die Temperatur der Meeresoberfläche liefern, sondern auch wichtige Daten für die Schifffahrt ermitteln. „Wenn sich Schiffe nach den Ozean-Vorhersagemodellen richten, dann können sie bis zu zehn Prozent Treibstoff sparen.“

Sentinel-3A kann die Erde 40 Mal schneller als ein Flugzeug umkreisen und kann im Vergleich zu seinen beiden Vorgängermodellen die Erde häufiger sehen. Dafür liefern Senintel-1A und Sentinel-1B Bilder mit einer höheren Auflösung. Innerhalb von 45 Minuten sollen die Daten die Erde erreichen, berichtet Heise .

Die Satelliten haben jedoch alle unterschiedliche Aufgabenbereiche. Sentinel-1A kann wichtige Daten für die Schifffahrt liefern, wie beispielsweise das Bilden von Eis auf den Meeren, aber auch wichtige Informationen aus dem landwirtschaftlichen Bereich. So kann er beispielsweise das Wachstum von Reis dokumentieren, was laut Liebig ein wichtiger Parameter für die Erntevorhersage sei. Sentinal-2A konzentriert sich dahingegen auf die Gesundheit der Wälder und Pflanzen. Im Jahr 2017 soll ein vierter Satellit ins All geschossen werden, der mit Sentinal-3A baugleich ist. 

Bisher greifen mindestens 16.000 Nutzer auf die Satellitendaten zu, hauptsächlich jedoch Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und Personen aus der Landwirtschaft. Laut Liebig soll die ganze Welt Zugriff auf die europäischen Umweltdaten haben.  

0 Kommentare zu diesem Artikel
2177398