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Saudi-Milliardär hilft HP und Compaq

29.10.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In dem saudischen Prinzen Alwaleed bin Talal haben die IT-Konzerne Hewlett-Packard (HP) und Compaq nun einen prominenten Befürworter für ihre umstrittene Fusion gefunden. Der mehrfache Milliardär, der im vergangenen Jahr für rund 400 Millionen Dollar Compaq-Aktien erwarb, hatte nach eigenen Angaben zunächst keine Meinung zu dem geplanten Merger. Inzwischen habe er jedoch mit Compaq-Chef Michael Capellas gesprochen und sei anders als das Gros der Anleger und Analysten von dem Gelingen des Deals überzeugt.

Compaqs Stärke liege im Niedrig- und Mittelpreis-Server-Markt sowie im Bereich kommerzielle Desktops. Das sei eine gute Ergänzung zu HPs Kerngeschäft mit Services, Druckern und Highend-Servern. "Es könnte ein neues IBM entstehen", fügte Alwaleed hinzu.

Seit vergangenem Jahr hat der Prinz keine weiteren Compaq-Aktien erworben, erwäge jedoch, demnächst weitere Beteiligungen an dem texanischen Computerhersteller zu kaufen. Alwaleeds Investment-Gesellschaft Kingdom Holding, die ein Budget von geschätzten 20 Milliarden Dollar besitzt, hat bereits mehrere Milliarden Dollar in amerikanische IT-Firmen investiert. Zum Portfolio gehören unter anderem Apple Computer, Motorola und AOL (Computerwoche online berichtete).

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