944388

Scharfer Gegenwind für Adobe

10.11.2005 | 14:24 Uhr

Adobe bekommt im Kerngeschäft der professionellen PDF-Erzeugung und Bildbearbeitung immer mehr Konkurrenz durch Microsoft und Apple.

Adobe Logo
Vergrößern Adobe Logo

Erst vor kurzem kündigte Microsoft die Integration eines eigenen PDF-Erstellungswerkzeuges im kommenden Office 12 an. Dieser Initiative sah Adobe noch sehr gelassen entgegen, wir berichteten bereits darüber. Nun wagt sich jedoch auch Apple mit Aperture, einem neu entwickelten Bildbearbeitungsprogramm für Profis, auf das Terrain des Platzhirsches Photoshop vor.

Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sieht Adobe-Vorstandsvorsitzender Bruce Chizen schon jetzt zahlreiche Photoshop-Anwender von Adobes Produktpalette abwandern. Dennoch wolle man die Herausforderung durch Apple annehmen, denn anders als im Fall der Videoschnittsoftware Premiere, die Apple mit Final Cut Pro vor Jahren vollkommen verdrängt hatte, habe man mit Photoshop ein wesentlich ausgereifteres Produkt auf dem Markt. Im Gegensatz zu Apple wolle man bei Adobe dem Kunden nach wie vor die freie Wahl des Betriebssystems lassen.

Die nahende Übernahme von Macromedia bestätigt Adobes Ziel, auch weiterhin ein möglichst vielfältiges Angebot für Windows- und Macintosh-Systeme zu offerieren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
944388