1727865

Schiller: Veraltete Software auf neuen Android-Handys

15.03.2013 | 09:12 Uhr |

Schon vor der Veröffentlichung des Samsung Galaxy S4 hat sich Apples Marketingchef Phil Schiller negativ über die Konkurrenz ausgelassen - dabei aber eher auf die Software und damit Google gezielt.

Googles eigene Marktforschung hätte ergeben, dass nur 16 Prozent der Nutzer von Android-Handys auf eine Software zurückgreifen, die jünger als ein Jahr ist. Hingegen würden 50 Prozent der Android-Nutzer mit einem zwei Jahre alten Betriebssystem auskommen müssen. Schuld sei die starke Defragmentierung der Android-Plattform, erklärte Schiller im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters . Sogar das im Vorfeld laut gehypte Galaxy S4 käme mit einer fast ein Jahr alten Betriebssystemversion. Zum Vergleich: Apple hat bisher jede neue iPhone-Generation auch mit einer neuen Version von iOS ausgeliefert, die auch noch zwei bis drei Jahre alten Geräten zugute kam. So komme es, führt Schiller weiter aus, dass mehr als die Hälfte der iOS-Geräte mit dem aktuellen Betriebssystem laufen. Apples eigene Forschung habe zudem ergeben, dass viermal so viele Smartphonenutzer von Android zu iOS wechseln als von iOS zu Android.

In einem anderen Interview mit dem Wall Street Journal erklärt Schiller den Unterschied zwischen dem kostenlosen und damit weit verbreiteten Android mit der Erfahrung, die Nutzer von iOS machen. Aktiviere man ein neues Gerät, müsse man sich unter Android bei bis zu neun unterschiedlichen Diensten anmelden, um ein zu iOS ähnliches Featureset zu bekommen. Die unterschiedlichen Anbieter arbeiteten aber keineswegs nahtlos zusammen. Die zuletzt veröffentlichten Marktzahlen, die Apple weltweit bei 19 Prozent der ausgelieferten Smartphones und Android einen Anteil von 70 Prozent einnehmen sehen, würden ein verzerrtes Bild geben. iPhone-Nutzer seien deutlich zufriedener mit ihrem Telefon, habe zuletzt auch das Marktforschungsinstitut Changewave herausgefunden. Warum die Konkurrenten ihre Smartphones immer größer werden ließen, läge vor allem an der Leistungsfähigkeit des dünnen und leichten iPhones, denn nur mit einem größeren Formfaktor könnten die Konkurrenten Akkulaufzeiten erreichen, die denen des iPhone 5 entsprächen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1727865