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Schmidt: Apples Beziehung zu Google verbessert sich wieder

15.07.2013 | 07:08 Uhr |

In den letzten zwölf Monaten sollen viele Diskussionen die festgefahrenen Fronten zwischen den beiden Firmen erfolgreich wieder gelockert haben.

Googles CEO Eric Schmidt berichtete letzte Woche im Interview mit Reportern der  Media-Konferenz von Allen & Company in Sun Valley, Idaho (USA), dass sich innerhalb des letzten Jahres das Verhältnis zwischen Apple und Google drastisch verbessert habe. Grund sollen zahllose Treffen und Diskussionen zwischen den beiden Firmen sein, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Schmidt. Während dieser sich über die genauen Gesprächspunkte ausschwieg, flocht er im Interview aber ein, dass viele der Diskussionen von Googles Business-Chef Nikesh Arora geführt wurden.

Apple und Google haben in der Vergangenheit oft im Wettbewerb gegeneinander und in Partnerschaften miteinander gearbeitet: Schmidt war bis August 2009 auch Aufsichtsrat bei Apple , aber der Wettbewerbsdruck zwischen den beiden Firmen hatte die Beziehung zunehmend unter Stress gesetzt. Mit dem iPhone hatte Apple zuvor einen komplett neuen Standard für Smartphones gesetzt und Googles Betriebssystem Android ist mittlerweile auf drei von vier neuen Geräten vertreten.

In der Vergangenheit hatte Apple einige Entscheidungen getroffen, um historische Verbindungen zu Google abzubrechen, wie zum Beispiel in 2012, als Apple in iOS 6 die bisher als Standard ausgelieferte App Google Maps mit einer Eigenentwicklung ablöste. Apple Maps zeigte zunächst jede Menge Kinderkrankheiten und Google bot schnell ein Update von Google Maps für iOS 6 im Apple Store an. Nach der Freigabe von Google Maps für Android-Tablets letzte Woche arbeitet Google nun auch an einer iPad-Version .

Schmidt gab an, dass sich Google seit seinen Suchmaschinen -Tagen enorm weiterentwickelt hat: In den letzten Jahren habe Google eine Reihe von neuen Marktsegmenten erobert, wie zum Beispiel eigene Hardware - durch die Übernahme des Handy-Herstellers Motorola Mobility, als Internetprovider - mit dem Angebot von Hochgeschwindigkeits-Netzwerken in einigen US-Städten, mit der Entwicklung von "wearable" Gadgets , und der Forschung für fahrerlose Autos. Schmidt betonte in dem Interview, dass die Marktreife für diese Technologie nur noch wenige Jahre, nicht etwa Jahrzehnte, entfernt ist, aber das endgültige Umsetzungskonzept noch nicht ausgearbeitet ist. "Dazu muss sowohl die Technologie, als auch die Kontrollen, die Regulationen und alle Partnerschaften hundertprozentig stimmen", gab Schmidt an und fügte hinzu: "Dafür hat Google sich bereits mit jedem Autohersteller in Verbindung gesetzt:".

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