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TouchPad-Ausverkauf zwingt Server vom HP Online-Shop in die Knie

22.08.2011 | 21:02 Uhr |

Nur kurze Zeit, nachdem HP die Preise für seine webOS-Produkte im deutschen Online-Shop drastisch gesenkt hat, kapitulieren Server und Telefon-Hotline.

Wenige Tage nach der Ankündigung, das Geschäft mit webOS-Produkten wegen der schwachen Nachfrage aufzugeben , hat Hewlett Packard an diesem Montag auch hierzulande mit dem Ausverkauf von HP Touchpa d und anderen webOS-Produkten begonnen. Mit 99 Euro für die Version mit 16 GB (HP Touchpad) beziehungsweise 79 Euro für das Smartphone Pre3 erreichte die Company dabei offenbar einen Preispunkt, bei dem sie die Geräte problemlos von der Palette verkaufen könnte.

Schwieriger gestaltete sich der Räumungsverkauf dagegen im HP Store - die Versuche zahlreicher Schnäppchenjäger, sich ein günstiges Tablet oder Smartphone zu ergattern, brachten schon bald den kompletten Online-Shop wie bei einer DDOS-Kampagne zum Erliegen. Wie ein tapferer Selbstversuch ergab, haben Interessenten auch bei der Telefon-Hotline keine Erfolgschance, man fliegt spätestens nach der zweiten automatischen Menüwahl raus.

Von Ausverkauf und Preissenkung noch keine Spur: Sonderverkaufsstand für das HP TouchPad
Vergrößern Von Ausverkauf und Preissenkung noch keine Spur: Sonderverkaufsstand für das HP TouchPad

Alternativen gibt es derzeit kaum: bei Amazon und anderen Online-Shops beträgt der Preis für das TouchPad nach wie vor 399 Euro, Ähnliches gilt für Brick & Mortar-Läden wie Media Markt oder Saturn - sofern noch kein Verkaufsstopp erfolgte.

Wenngleich die Ramschaktion HP weltweit etliche Millionen Dollar kostet, hat sie doch möglicherweise auch Gutes: Die Marktanteile von WebOS im Smartphone- und insbesondere Tablet-Markt steigen kräftig an. Wenngleich HP wohl kaum zu dieser Plattform zurückkehren wird, könnten sich doch etliche Entwickler nun für die Plattform interessieren, für einen möglichen Käufer von webOS klettert zugleich der Wert der Plattform.

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