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Schneller Wechsel

16.06.2004 | 12:05 Uhr |

Die ersten DVD-Brenner mit Dual-Layer-Unterstützung sind verfügbar - macht die neue Technologie auch für Mac-Anwender Sinn?

DVD-Brenner haben im Fachhandel die CD-Brenner abgelöst, achtfach-Brenner sind mittlerweile Stand der Technik. Neuester Techniktrend ist nun das Brennen von Dual-Layer-DVDs.

Kauft sich ein Mac-Anwender heute einen DVD-Brenner, hat er die Wahl zwischen einem recht preiswerten 8fach-Brenner und einem der ersten Dual-Layer-Brenner.
Bis zu 8,5 Gigabyte an Daten können die neuen Dual-Layer (DL) Brenner auf einem Spezial-Rohling unterbringen. Dank eines speziellen Lasers beschreibt der Brenner zwei übereinander liegende Schichten nacheinander. Sowohl Brenner, Rohling als auch die Brennsoftware müssen diese Schreibart beherrschen. Die neuen Brenner unterstützen derzeit nur das Format DVD+, in Kürze sollen aber auch die ersten DVD--Brenner auf den Markt kommen. Nicht verwechseln darf man die Medien übrigens mit den neuen doppelseitig bespielbaren DVD-R, die Verbatim vorgestellt hat.

Erste verfügbare Modelle

So gut wie alle Brenner-Hersteller haben entsprechende Laufwerke im Programm oder werden Modelle in ihre Produktreihen aufnehmen: So gibt es bei einigen Internet-Versendern neben dem ersten Modell, dem DVDR885P von Philips, den SOHW-832S von Liteon, das DUW1608A von Aopen, Sony bietet das DRU-700A an, Benq das DW-830A und auch NEC hat mit dem ND-2510A ein passendes Laufwerk im Programm. Speziell für Mac-Anwender gibt es von Lacie ein Laufwerk der d2-Linie, das mit dem beiliegenden Toast Titanium demnächst auch auf dem Mac Dual-Layer-Medien brennen soll.

Das Problem Software

Beim Brennen eines DL-Rohlings muss die Brennsoftware auch den Layerbreak, also den Wechsel zwischen den beiden Schreibschichten umsetzen können. Bisher gelingt dies nur der PC-Software Nero ab Version 6.3.1, alle großen Hersteller von Brennsoftware arbeiten an Updates.
Unter Mac-OS X kann man zurzeit noch keine Dual-Layer-Rohlinge brennen, Roxio hat für seine Brennsuite Toast bereits ein entsprechendes Update angekündigt, ein erster Macwelt-Test steht aber noch aus. Ebenfalls DL-Unterstützung soll die neu erschienene Version 4.0 von NTIs Software Dragon Burn bieten, was wir mangels passendem Brenner aber bisher nicht nachprüfen konnten. Ob Apple mit Disk Burner oder iDVD Dual-Layer-Brenner unterstützen wird ist noch ungewiss, geschweige denn, ob die brandneuen DL-Brenner von iTunes und Co. überhaupt erkannt werden. In der Praxis ist dies für die meisten Mac-Anwender wohl wichtiger als ein neues Medienformat - speziell bei der Nutzung als internes Laufwerk. Was nützt schließlich das modernste interne Laufwerk, wenn man im Problemfall nicht mehr davon booten kann? Zuverlässige Funktion werden wohl auch erst einige kommende Firmware-Updates gewährleisten, die unter dem Mac-OS nur selten durchführbar sind.

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