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Schulcomputer: Willi Lemke sucht Sponsoren

15.03.2000 | 00:00 Uhr |

Der Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK),
Bremens Bildungssenator Willi Lemke (SPD), will für die
Computerausstattung der Schulen alle großen Medienanbieter an einen
Tisch holen.

Nach den Zusagen von Telekom und AOL, den 44 000 Schulen
kostenlosen Netzzugang zu ermöglichen, müsse jetzt in den
Bildungseinrichtungen auch für ausreichend Computer und die passende
Lernsoftware gesorgt werden. «Wenn wir in Deutschland genügend
Computerexperten ausbilden wollen, müssen wir auch die Schulen
entsprechend ausstatten», forderte Lemke am Dienstag in einem dpa-
Gespräch in Bonn.

Lemke verlangte «ein Bündnis für Bildung». Die Ausbildung der
Jugend dürfe «nicht unter den Problemen der öffentlichen Haushalte in
Deutschland leiden», sagte der KMK-Präsident. Daher müssten kreative
Modelle gefunden werden. Lemke: «Also, wie nutzen wir unsere neuen
Computerräume auch am Nachmittag? Vielleicht können wir sogar
Forschungseinrichtungen für Jugendliche öffnen, etwa für Experimente
bei Jugend forscht.» Für den Computer-Unterricht müssten auch die
Lehrer ausgebildet werden.

In den nächsten Wochen will Lemke neben der Telekom auch mit den
Firmen AOL, Siemens und IBM sowie mit der Bertelsmann-Stiftung
sprechen. «Alle Schulen sollen ans Internet.» Vor Ort müssten jetzt
regionale Netzwerke gegründet werden, damit die versprochenen
Internet-Anschlüsse realisiert «und die Computer-Zukunft der Schulen
beginnen kann».

dpa

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