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Schutz vor Daten sammelnden Suchmaschinen

22.08.2006 | 15:54 Uhr |

Durch zufällig generierte Suchanfragen soll den Suchmaschinen das Anlegen von Benutzerprofilen erschwert werden.

Lost In The Crowd
Vergrößern Lost In The Crowd

Der Skandal um die von AOL veröffentlichten Daten aus Suchanfragen seiner Kunden (:wir berichteten) hat das Bewusstsein dafür geweckt, dass die Benutzung einer Suchmaschine alles andere als anonym ist. Das Unternehmen Unspam Technologies hat eine Methode entwickelt, mit der Suchanfragen im Rauschen zufällig gestreuter weiterer Anfragen untergehen sollen.

Die binnen einer Woche entwickelte Technik wurde " Lost In The Crowd " getauft. Sie kann derzeit mit den Suchmaschinen von AOL, Ask, Google, MSN und Yahoo umgehen. Sie soll eine echte Suchanfrage in diversen anderen, künstlichen verbergen, so dass Suchmaschinen keine brauchbaren Benutzerprofile generieren können.

Dazu legt ein Anwender zunächst ein von der Website lostinthecrowd.org erzeugtes Lesezeichen (Bookmark) an, bevor er die Suchmaschine, etwa google.com, aufruft. Ist die Google-Seite geladen, ruft er das Lesezeichen auf. Das Cookie der Suchmaschine soll damit an "Lost In The Crowd" übergeben werden, das damit bis zu sechs Monate lang zufällig generierte Suchanfragen an die Suchmaschine sendet. Dieser Dienst ist kostenlos und Unspam gibt an, die Daten der Benutzer nicht weiter zu verwenden.

Eine andere Methode zum Schutz der Privatsphäre vor Google bietet die kostenlose Firefox-Erweiterung " Customize Google ", sogar in deutscher Sprache. Neben diversen Optionen wie dem Einfügen von Links zu anderen Suchmaschinen in die Google-Seite bietet die Erweiterung zum Beispiel auch die Anonymisierung des Google-Cookies an. Ferner können Anwender die Klick-Verfolgung von Google ausschalten und das Senden von Cookies an Google Analytics deaktivieren.

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