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Schwache iPhone-Verkäufe in Europa

21.04.2008 | 13:52 Uhr |

Analysten rätseln über die Zukunft des iPhones in Europa. Nachdem die Verkaufszahlen weit hinter den Erwartungen der Provider zurück blieben und T-Mobile sowie O2 bereits die Preise senkten, halten Experten es für möglich, dass die Providerbindung in Zukunft wegfallen könnte.

Die britische "Times" berichtet, dass die europäischen Anbieter des iPhones große Verluste mit dem Apple-Handy machen würden. Die Handyprovider hätten sich beim iPhone verkalkuliert. So sei man davon ausgegangen, im Jahr 2007 etwa 500.000 bis 600.000 iPhones in Europa absetzen zu können. Heute zeigt sich: diese Zahl war weit zu hoch gegriffen. Gerade einmal 330.000 Exemplare gingen bis Dezember über die Ladentheken.

Kathryn Huberty, Analystin bei Morgan Stanley und auf Apple spezialisiert, sucht nach Gründen. Sie vermutet gegenüber der Times, dass sich die europäischen Anbieter vom amerikanischen Hype rund um das iPhone haben anstecken lassen. In der Praxis konnten die Verkäufe nicht mit diesen Erwartungen mithalten. Sie müssten Maßnahmen ergreifen, um die Lagerbestände abzuverkaufen. Dies würde die Preissenkungen bei T-Mobile und O2 erklären.

Huberty geht davon aus, dass der bald erwartete Nachfolger des iPhones die Anbieter dazu zwingen würde. Die europäischen Kunden würden auf ein iPhone mit UMTS warten. CCS Insight, eine Analystenfirma für Handys, bestätigt dies. Die Verkäufe seien in Europa in Erwartunge eines UMTS-Nachfolgers drastisch zurückgegangen. Aus Industriekreisen will die Times erfahren haben, dass das kommende Modell "radikal anders" aussehen soll und möglicherweise in mehreren Versionen erscheinen könnte.

Analystin Kathryn Huberty geht zudem davon aus, dass Apple die Exklusivverträge über das iPhone nur über zwei Jahre mit den Anbietern geschlossen hat. Das könnte bedeuten, dass bereits ab dem Sommer 2009 andere Anbieter das iPhone im Angebot haben könnten. In Deutschland dementsprechend ab Herbst 2009.

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