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Schwarz-Weiß- und Gradationskurven

12.09.2008 | 12:17 Uhr |

Seit Digitalkameras auf dem Vormarsch sind, entstehen die meisten Fotos in Farbe und werden - wenn überhaupt - erst später in Schwarz-Weiß umgewandelt. Dem trägt Photoshop CS3 Rechnung.

Vielleicht weil Digitalkameras grundsätzlich Farbaufnahmen machen, wünschen sich immer mehr Anwender, Schwarz-Weiß-Umwandlungen in Photoshop besser kontrollieren zu können als bisher. So hat die einfache Konvertierung via Moduswechsel zu Graustufen gar keine Option zur Steuerung der Schwarz-Weiß-Konvertierung, und der Kanalmixer hat zwei Nachteile. Er ist den meisten Anwendern zu "mathematisch". Zum Beispiel muss man zur Erhaltung der Gesamthelligkeit einen Regler "Konstante" bemühen oder darauf achten, dass die Summe aller Werte in den Kanälen +100 ergibt. Zudem steuert man die Umsetzung der Farbwerte in Helligkeitswerte nicht nach Farbspektren, sondern nur nach den Kanälen Rot, Grün und Blau. Will man nun ein Rot heller in Schwarz-Weiß umsetzen, ist davon auch immer ein gelber Anteil im Bild betroffen. Noch komplizierter sind Schwarz-Weiß-Umsetzungen mit den Kanalberechnungen.

Anders geht der neue Schwarz-Weiß-Dialog mit den Farbanteilen um. In ihm steuert man nicht nach den Farbkanälen, sondern direkt nach sechs Farbanteilen deren Helligkeitswerte in der Konvertierung und hat zudem die Möglichkeit, das Schwarz-Weiß-Ergebnis zu tönen. Indirekt stellt Photoshop eine noch differenziertere Trennung nach Farbanteilen bereit, mehr dazu in den Beispielen.

Besonders Schwarz-Weiß-Konvertierungen lassen sich noch einmal verbessern, wenn man anschließend den Kontrast und die Tonwertverteilung anpasst. Am besten eignet sich dazu der mit Photoshop CS3 überarbeitete Gradationskurven-Dialog. Schwarz-Weiß- und Gradationskurven sind übrigens als nicht- destruktive Einstellungsebenen einsetzbar - was sich insbesondere immer dann empfiehlt, wenn man beide Vorgehensweisen in einem Foto miteinander kombinieren möchte.

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