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Schweizer Sicherheitstest sieht Apple hinter Windows

28.03.2008 | 12:19 Uhr |

Wer stopft schneller Sicherheitslücken, Apple oder Microsoft?

Diese Frage wollen Schweizer Forscher beantworten, die ihren Test mitsamt Ergebnissen auf der Black-Hat-Sicherheitskonferenz präsentiert haben. Das neue Bewertungs-Modell zählt nicht nur kritische und mittelschwere Lücken, sondern auch die Zeit bis zum Patch in drei Stufen: 30 Tage, 90 Tage, 180 Tage. Der Untersuchungs-Zeitraum umfasst die letzten sechs Jahre, bei Apple stellte man in dieser Zeit 738 Sicherheits-Probleme fest, bei Windows 658, wobei Windows bei den kritischen Lücken mit 425 zu 365 führt. Bei Apple nimmt die Zahl der Sicherheitsprobleme im Gegensatz zu Windows kontinuierlich zu, waren es im Jahr 2002 noch 54 Verwundbarkeiten, sollen es 2007 laut Studie bereits 220 sein. Insgesamt kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Veröffentlichungs-Dauer eines Patches wächst, je näher ein größeres Update ansteht - Microsoft wird bescheinigt, mehr Sicherheitslücken an genau dem Tag zu stopfen, an dem sie bekannt werden. Der Sicherheits-Chef von Microsoft zeigte sich von dem Ergebnis so überrascht, dass er nachfragte, ob die Studie von Redmond finanziert sei. Die Antwort der Forscher: Nein.

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