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Schweizer wollen auch zu ".eu" gehören

28.09.2000 | 00:00 Uhr |

Die Schweiz hat sich bei der EU-Kommission beschwert, weil diese die Eidgenossen zunächst von der geplanten neuen Internet-Adresse ".eu" ausschließen möchte. Wie der Sprecher des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom) in Biel, Andreas Suter, am Mittwoch bestätigte, ist die Schweiz nicht damit einverstanden, dass diese neue "Top-Level-Domain" (TLD) ausschließlich von Firmen und Institutionen in EU-Mitgliedsstaaten benutzt werden soll.

Die Schweiz müsse auch als Nicht-Mitglied der EU Zugang zu der Adresse erhalten, erklärte Suter. Die Eidgenossen vertreten dabei die Auffassung, dass ".eu" für "Europa" stehen sollte und nicht für "Europäische Union". "Ein Ausschluss der europäischen Nicht-EU-Länder wäre für den Komfort der Internetnutzer hinderlich", sagte Suter.

Die EU-Kommission hatte im Juli angekündigt, sie werde in Kooperation mit der internationalen Registrierungsbehörde für Web- Adressen ICANN die Einführung der neuen TLD ".eu" vorbereiten. In einer entsprechenden Erklärung hieß es damals, eine mögliche Erweiterung des Benutzerkreises um europäische Nicht-EU-Staaten solle erst nach der Einführung der TLD im Namen der EU geprüft werden.

Die Schweizer wollen aber von Anfang an dabei sein. Bislang spielen im Internet neben den nationalen TLDs, wie etwa ".de" für Deutschland, vor allem die internationalen TLDs ".int", ".com" und ".org" eine wichtige Rolle. dpa/ab

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