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Schweres Geschütz gegen Softwarehersteller

11.09.2000 | 00:00 Uhr |

Dem Softwareunternehmen Infomatec, eigenen Angaben zu Folge ein "führender Hersteller von Softwarelösungen rund um das Internet", droht der Ausschluss vom Neuen Markt. Infomatec teilte am Montag in Augsburg mit, dass beide Beraterbanken (designated sponsors) des Unternehmens ihre Mandate niedergelegt hätten. Dabei handele es sich um Sal. Oppenheim und die Westdeutsche Landesbank (WestLB). Die WestLB hatte bereits Anfang September bekannt gegeben, per Ende August werde der Vertrag zur Betreuung der Infomatec-Aktie am Neuen Markt in Frankfurt aufgehoben.

Das Unternehmen prüfe nun, ob neue Beraterbanken, die für den Handel am Neuen Markt Pflicht seien, einspringen würden, oder ob die Gesellschaft in ein anderes Börsensegment wechsele, sagte eine Sprecherin der Infomatec AG (Augsburg). Noch im September sei eine Pressekonferenz geplant.

Der Infomatec-Kurs rutschte am Montag zwischenzeitlich um fast neun Prozent auf 4,60 Euro ab. Die Augsburger Staatsanwaltschaft hatte Ermittlungen gegen Verantwortliche der Infomatec AG bestätigt. Sie stünden unter dem Verdacht der Fälschung mehrerer Börsenpflichtmitteilungen (Ad-Hoc- Meldungen). dpa/ab

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