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Scientology kritisiert deutsche Microsoft-Einigung

07.11.2000 | 00:00 Uhr |

Als unerhörtes Beispiel religiöser
Diskriminierung hat die internationale Scientology-Organisation eine
Vereinbarung zwischen der deutschen Bundesregierung und dem Software-
Konzern Microsoft bezeichnet. Diese sieht die Möglichkeit vor, die
von der Firma eines US-Scientologen hergestellte Funktion «Diskeeper»
aus dem «Windows 2000»-Programm von Microsoft zu entfernen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) war
aufgefordert worden, die Sicherheit von Windows 2000 und «Diskeeper»
wegen des Scientology-Hintergrundes zu überprüfen. «Sollen nicht-
katholische Amerikaner jetzt Mercedes-Autos boykottieren, weil sie
von Katholiken in Stuttgart gebaut werden?» heißt es rhetorisch in
der Scientology- Erklärung vom Montag. Die in den USA als Kirche
anerkannte Organisation gilt in Deutschland als Sekte mit
undemokratischen Zielen.
dpa

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