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Scott McNealy gibt Führung von Sun Microsystems ab

25.04.2006 | 12:22 Uhr |

McNealy, der Chef und Mitbegründer der US-Computerfirma Sun Microsystems, hat am Montag sein Amt an den geschäftsführenden Vorstand Jonathan Schwartz abgegeben.

Die Aktie reagierte auf diese Mitteilung des US-Computerherstellers stärker als auf dessen Quartalsergebnisse. Bereits in der vergangenen Woche war in Medienberichten auf einen rigorosen Stellenabbau nach einem möglichen Führungswechsel spekuliert worden. Im nachbörslichen Handel kletterte die Aktie um 8,43 Prozent auf 5,40 Dollar.

Wie das NASDAQ-100-Unternehmen zuvor mitgeteilt hatte, bleibt McNealy Verwaltungsratschef. Er werde künftig das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern führen. McNealy hatte Sun 1982 mit Andy Bechtolsheim, Bill Joy und Vinod Khosla gegründet und war eine Leitfigur der Bewegung für «offene Systeme» in der IT-Architektur. Er wurde 1984 CEO (Konzernchef) ernannt und zum Verwaltungsratschef gewählt.

Im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal hatte das Unternehmen seinen Umsatz um rund ein Fünftel gesteigert. «Wir wachsen wieder», sagte McNealy laut Pressemitteilung. «Anhaltende Rentabilität ist der nächste Schritt.» Der Umsatz kletterte von 2,627 Milliarden Dollar (2,119 Mrd. Euro) auf 3,177 Milliarden US-Dollar. Der Verlust pro Aktie vor Sonderposten verdreifachte sich zugleich von 2 auf 6 Cent pro Aktie. Die von Thomson First Call befragten Analysten hatten im Schnitt einen Verlust in dieser Höhe erwartet. Beim Umsatz hatten sie 3,207 Milliarden Dollar angesetzt. Nach dem US-Bilanzierungsstandard GAAP stieg der Verlust von 28 Millionen Dollar oder einem Cent pro Aktie auf 217 Millionen Dollar oder sechs Cent pro Aktie. (dpa)

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