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Scrivener begleitet Autoren von der Idee bis zum fertigen Text

09.10.2006 | 15:00 Uhr |

Für Autoren und kreative Schreiber erscheinen am Mac immer mehr Softwarelösungen, die ihre Projekte verwalten und Freiraum für Kreativität schaffen wollen,

Scrivener gesellt sich als neuer Mitbewerber zu Anwendungen wie Ulysses und Jer's Novel Writer . Eine erste öffentliche Betaversion übernimmt nicht nur erfolgreiche Konzepte der Konkurrenten, sondern fügt eigene Ideen und eine eigene Note hinzu.

Das virtuelle Schreibzeug von Literature & Latte präsentiert sich als Projektmanager mit Editor im Vollbildmodus, der manchem aus Ulysses bekannt sein dürfte und für weniger Ablenkung beim Schreiben sorgen soll. Autoren sollen mit der Software aber nicht nur ihre Konzepte verfassen, sondern vor allem auch Informationen sammeln und Gliederungen erstellen. Dafür stellt Scrivener eine virtuelle Pinnwand im Kork-Look sowie eine Gliederungsansicht zur Verfügung. Texte lassen sich mit abstrahierenden Zusammenfassungen kombinieren, inspirierende Links, Bilder und Videos sowie PDFS speichert die Software wahlweise in einem speziellen Ordner oder direkt neben dem Text. Mehrere Textabschnitte - und -Kapitel kann man in Stapeln zusammenfassen, als als ein Text anzeigen oder zu einem solchen verbinden. Zum Vergleichen zeigt die Software auch zwei Texte neben- oder übereinander an. Falls man ein Kapitel fertig geschrieben hat, daraus aber zwei oder mehrere Kapitel machen mächte, ist auch das kein Problem: Scrivener trennt Texte auf Knopfdruck und übernimmt auf Wunsch Überschriften aus den Annotationen. Scrivener sieht nicht nur so aus wie eine Mac-Software, die Applikation benimmt sich auch so. Ein Inspektor, der an Apples iLife-Suite erinnert, verwaltet Zusatzinformationen, im Vollbildmodus erinnert eine aufklappende Steuerung am Bildschirmrand an Bedienelemente in der Vollbildansicht von iPhoto und QuickTime. Noch gibt es Scrivener kostenlos herunterzuladen ( 3,3 Megabyte ), eine englische Anleitung führt in die Bedienung ein. Version 1.0 Beta 2 ist aber nur bis Mitte Januar ausführbar, nach einer dritten Betaversion dürfte die Software nur noch gegen Bezahlung zu haben sein. Was sie kosten wird, verrät der Hersteller allerdings noch nicht.

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