iPhone-Light

Sculley befürwortet Billig-iPhone

18.01.2013 | 11:13 Uhr | Peter Müller

Der ehemalige Apple-Chef John Sculley fordert, dass Apple ein günstiges iPhone für Schwellenländer produziert. Man dürfe diesen Markt nicht der Konkurrenz überlassen.

Apple hat zwar ein Billig-iPhone dementiert, doch hat man diese Woche auch bei der US-Talkerin Oprah Winfrey gesehen, was Dementis wert sein können. Die Spekulationen um ein günstiges iPhone, das sich vorwiegend an die Märkte in Schwellenländern richtet, reißen jedenfalls nicht ab. Nun hat sich der ehemalige Apple-CEO John Sculley in die Diskussion eingeschaltet und Apple dazu aufgefordert, ein günstiges iPhone zu entwickeln. Apple müsse vor allem seine Zuliefererkette straffen, um ein solches Produkt zu realisieren, sagte Sculley in einem Interview mit Bloomberg Television.

Die Produktion müsse man radikal überdenken, um ein Telefon im Preisbereich von 100 US-Dollar profitabel zu machen, erklärte Sculley. Der ehemalige Apple-CEO fürchtet, die zunehmende Konkurrenz durch Samsung und Konsorten würde immer mehr dem Abverkauf des iPhone 5 schaden, zumal der technische Vorsprung Apples auf die Konkurrenz schrumpfe: „Der Unterschied zwischen einem iPhone und einem Samsung Galaxy ist nicht mehr so groß, wie wir es gewohnt waren.“ Mit seinen Erfahrungen mit Zulieferern sei Cook der richtige Mann für einen derartigen Ansatz. Das iPhone Mini wird also weiter Thema bleiben, trotz aller Dementis aus Cupertino. Einem iPad Mini hatte Apple auch lange keine Chance geben wollen.
 

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