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Seagate leidet unter Festplatten-Preisverfall

07.06.2004 | 11:58 Uhr |

Der größte Festplattenhersteller, der fast ein Drittel des Marktes dominiert streicht jetzt 3000 Stellen um sinkende Marktanteile zu kompensieren. Dies soll im laufenden Quartal 50 Mio US-Dollar an Umstrukturierungskosten verursachen, wird aber nach Prognose von Seagate jährlich 150 Mio US-Dollar einsparen.

Ursache für Seagates Probleme ist der allgemeine Preisverfall bei Festplatten und die verstärkte Nachfrage nach sehr kleinen Festplatten unter 2 Zoll für Consumer-Elektronik-Geräte (etwa dem iPod) von denen Seagate bisher keine im Programm hat. Während der gesamte Festplatten-Markt 2003 um unerwartet gute und für 2004 nicht mehr zu erwartende 12 Prozent wuchs legten die Lieferzahlen der kleinen Festplatten 42,3 Prozent zu.
Der Markt für 3,5-Zoll-Desktop-Platten ist sehr hart umkämpft und da Festplatten schon lange ein anonymes Gebrauchsgut sind bei welchem der Hersteller für den Computerkäufer irrelevant ist, scheint es nahezu unmöglich, hier Alleinstellungsmerkmale oder einen Markennamen herauszuarbeiten. Dies führt dazu, dass es letztendlich fast ausschließlich um den Preis geht, was sehr niedrige Margen für die Hersteller bedeutet. So niedrig, dass Toshiba und Fujitsu gar keine 3,5-Zoll-Platten im Programm haben und sich nur auf "Mini-Platten" von 2,5 Zoll abwärts oder SCSI-Server-HDs beschränken.

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