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Sechs EU-Staaten skeptisch zu EU-Plänen für niedrigere Roaminggebühren

08.08.2006 | 12:39 Uhr |

Sechs europäische Staaten haben sich Kreisen zufolge skeptisch zum Vorstoß der EU-Kommission für niedrigere Auslandsgebühren bei Mobiltelefonaten geäußert.

Die sechs Mitgliedsstaaten würden zwar das Ziel deutlich niedrigerer Gebühren für das sogenannte Roaming unterstützen, hätten aber Zweifel an den Preisvorschlägen der Kommission, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus EU-Kreisen. Neben Großbritannien, Belgien und den Niederlanden zählten zu den Kritikern auch Dänemark, Schweden und die Slowakei.

Die Mitgliedstaaten fürchteten demnach, dass die Mobilfunkbetreiber unter anderem die sinkenden Roaming-Einnahmen durch höhere Preise für andere Dienste ausgleichen würden. Die EU-Kommision hatte im Juli angekündigt, die Mobilfunkanbieter in Europa zwingen zu wollen, Gespräche im Urlaub und auf Geschäftsreisen in der Spitze um bis zu 70 Prozent billiger zu machen. Die Unternehmen reagierten mit heftiger Kritik. (dpa)

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