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Abmahn-Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot

22.02.2010 | 13:26 Uhr |

Der umstrittene Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot. Er hat sich in seiner Wohnung in München erschossen.

Abmahn-Anwalt Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot
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Günter Freiherr von Gravenreuth – dieser Name steht fast schon als Synonym für Abmahnungen und für die Ausnutzung juristischer Grenzbereiche. Jetzt ist der Mann, dessen Name über ein Jahrzehnt lang in zahlreichen Internetforen zu Wutausbrüchen führte und Hasstiraden auslöste, tot.

Günter Freiherr von Gravenreuth hat sich in seiner Wohnung in München-Schwabing erschossen. Er hatte seinen Selbstmord zuvor telefonisch und via Internet angekündigt. Günter Freiherr von Gravenreuth war im Jahr 2008/2009 wegen Betrugs rechtskräftig zu 14 Monaten Haft verurteilt worden. Sein Einspruch gegen das Urteil wurde abgelehnt.

Günter Freiherr von Gravenreuths Website
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Der Münchner Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth hatte sich seit den 1980er Jahren einen zweifelhaften Ruf als Abmahnanwalt erworben. So gab er sich in Briefen an private Softwareanbieter beziehungsweise -Tauscher als 15-jähriges Mädchen aus und bat um unlizenzierte Software („Tanja-Briefe“). Bekam er die Raubkopien tatsächlich zugesandt, so mahnte er prompt die Versender der Software wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht ab.

Für reichlich Unmut sorgte Gravenreuth auch durch seine Abmahnungen gegen Unternehmen und Privatpersonen, die den Begriff Explorer benutzten – Gravenreuth wollte die Marke Explorer für die Firma Symikron schützen lassen .

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