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September: Digitale Unterhaltung

01.01.2008 | 10:05 Uhr |

Vom 31. August bis 5. September fand die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin statt. Die Trends waren unter anderem die vernetzte Heimunterhaltung, der Nachfolger der DVD, Full-HD und – das iPhone, obwohl Apple nicht auf der Messe vertreten war. Am letzten Tag der IFA vermeldete Apple eine Rundumerneuerung seiner iPod-Serie.

Komplett neu dabei ist das iPod Touch sowie der iTunes Wi-Fi-Music Store, über den man mit dem iPod Touch und dem iPhone unterwegs Lieder kaufen und gleich laden kann – ein WLAN-Netz vorausgetzt. Das wars schon für September? – NEin, einen haben wir noch: Den IDF, die Entwickler-Koferenz von Intel. Hier zeigte der Chip-Produzent, was in Zukunft kommt.

Ein bestimmendes Thema der IFA 2007 war der anhaltende Streit um das Nachfolgeformat der DVD. Die Befürworter der Formate HD-DVD und Blu-ray nutzten die Berliner Messe, um sich selbst jeweils als Marktführer zu präsentieren. New Medium Enterprises (NME) zeigte auf der IFA das alternative Format HD-VMD, dessen Medien – bis 20 GB Kapazität- und Laufwerk günstiger wäre. Große Marktchancen räumen Beobachter dem Format jedoch nicht ein.

Erfolgversprechender scheinen da Hybrid-Player, die sich auf beide Formate verstehen. Auf der IFA hatten einige Hersteller solche Geräte im Gepäck. Samsung präsentierte etwa seinen BD-UP5000, der abwärtskompatibel mit DVDs und CDs ist und frühestens Oktober 2007 erscheinen soll. Bereits erhältlich ist der LG BH-100 von LG Electronics. Das Unternehmen stellte auf der Berliner Messe zudem das interne Modell GGW-H20N vor, das Blu-Ray-Discs mit 6-facher Geschwindigkeit beschreiben sowie HD-DVDs lesen kann. Das Gerät mit SATA-Schnittstelle ist für den Einbau in einen Rechner gedacht und wird im dritten Quartal 2007 für weniger als 400 Euro in den Handel kommen.

Hochauflösendes Fernsehen

Loewe Connect Media
Vergrößern Loewe Connect Media

Fast sämtliche Hersteller von LCD-Fernseher haben auf der IFA 2007 „Full-HD“-Geräte vorgestellt, die eine HDTV-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel schaffen. Verbraucher müsssen neben der Auflösung aber auch auf die Bildfrequenz achten. Entsprechende aktuelle Geräte beherrschen eine Frequenz von 100 Hz, indem sie per Zeilensprungverfahren die standardmäßige Frequenz von 50 Hz verdoppeln. Das verringert das Flimmern bei bewegten Objekten deutlich. Ein anderer Begriff, auf den man bei der IFA oft gestoßen ist, war „24p“. Die Technik erlaubt es, Filme in der für Kinofilme üblichen Frequenz von 24 Bildern pro Sekunde abzuspielen. Bislang hatten Fernseher solche Filme nur mit zeitweisen Aussetzern abgespielt, mit „24p“ sollen diese Ruckler der Vergangenheit angehören.

Loewe konnte mit seiner Fernseher-Familie „Connect“ die Auszeichnung Innovation der IFA einheimsen. Die Full-HD-Geräte verfügen über einen zusätzlichen USB-Anschluss, um Fotos und MP3s direkt von Speichermedien aufzurufen. Das Modell Loewe Connect Media lässt sich zudem über Ethernet und WLAN von einem Rechner aus ansteuern. Grundig hat unter anderem sein Modell Tharus 37 FHD vorgestellt, das die volle HDTV-Auflösung unterstützt und mit Hilfe der Technik „Motion Compensation“ Bewegungen schlierenfrei darstellen soll. Sony hat indes neue Modelle seiner Serie Bravia präsentiert. Die Vorzeigereihe X3500 beinhaltet Fernseher mit Bilddiagonalen zwischen 102 und 178 cm, das größte Modell arbeitet mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung. Zudem verfügen die Geräte über einen Tuner für analoges Fernsehen sowie DVB-T und DVB-C.

Ein dreidimensionales Fernseherlebnis wollen die Hersteller Mitsubishi und Samsung bieten. Sie setzen auf eine Technologie von Texas Instruments , die DLP-Fernseher 3D-fähig machen soll. Die Technik setzt eine zugehörige Brille voraus, die sich mit dem Fernseher synchronisiert und zwei verschiedene Bilder für das linke und rechte Auge liefert.

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