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Service Pack für Office 2004 angekündigt

12.10.2004 | 21:04 Uhr |

Microsoft Service Packs - Windows XP hat schon zwei und der Macintosh bekommt nun bald sein erstes, sofern Office 2004 installiert ist.

Obwohl das eine für ein PC-Betriebssystem und das andere für eine Mac-Applikation gedacht ist, haben beide etwas gemeinsam: Statt vieler neuer Funktionen oder großer Leistungssteigerungen versprechen sie dem Nutzer in erster Linie lediglich mehr Sicherheit. Begeisterungsstürme wird der Redmonder Riese dafür wohl nicht ernten, obwohl es wahrscheinlich deutlich wichtiger ist, als eine weitere Überladung der Eier legenden Wollmichsau namens Word.

Denn in punkto Sicherheit ist der Mac keine Insel der Seeligen. Viren und Trojaner sind für OS X zwar immer noch nicht im Umlauf, doch Sicherheitslücken stellen auch für die Entwickler in Cupertion kein Fremdwort mehr dar. Gefährlicher Code in PNG-Dateien, Helpviewer-Exploit oder das Umgehen des Benutzerkennworts durch simplen Overflow: Alles Löcher, die mittlerweile gestopft sind, weil Apple schnell mit Systemupdates reagieren konnte.

Bei weit verbreiteten Mac-Programmen wie die Office-Suite, Photoshop, Quark oder der gerade wieder in den Schlagzeilen stehende Acrobat Reader sieht die Sache allerdings anders aus. Hier kann Apple nur auf ein schnelles Einlenken der Hersteller hoffen. Falls was passiert, fällt das schlechte Licht nicht nur auf die einzelne Applikation, sondern in erster Linie auf die ganze Plattform. So unspektakulär das Service Pack daher ist, so wichtig ist es gleichzeitig.

Per Auto-Aktualisierung soll sich das Update installieren lassen. Wer keinen Breitband-Anschluss hat, kann sich den Installer, der über die Mactopia-Webseite zur Verfügung gestellt wird, herunterladen und auf CD brennen lassen.

Bleibt eigentlich nur noch zu hoffen, dass die Microsoft Programmierer beim Beseitigen der Sicherheitslücken noch ein bisschen Zeit gefunden haben, um die Grundfunktion beispielsweise der Textverarbeitung zu optimieren. Flinke Finger werden sich garantiert freuen, wenn sie auch bei längeren Texten mal wieder live sehen können, was sie gerade in die Tasten hämmern. Das funktionierte nämlich eigentlich schon auf einem steinalten Performa.

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