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Seybold: Adobe fehlen die Server

31.08.2000 | 00:00 Uhr |

Während Adobes Hauptkonkurrent Macromedia durch den Aufkauf von Andromedia und durch neue Produkte wie Dreamweaver Ultradev seine Position im Client-Server-Bereich stärkt, arbeitet Adobe vorwiegend an Client-Funktionen. GoLive 5.0, die Web-Publishing-Software, die nach wie vor zu großen Teilen in Hamburg entwickelt wird, bietet Neues vor allem für Adobe-Anwender. So arbeitet das Programm problemlos mit Photoshop und anderen Adobe-Anwendungen zusammen, wenn es jedoch um das Importieren von Freehand-Dateien geht, zeigt sich GoLive weniger offen.

Bei dynamsichem Content wartet GoLive 5.0 mit einem SDK auf, das flexibel ist und Schnittstellen zu zahlreichen Application-Servern bietet. Bestandteil von GoLive 5.0 ist jedoch nur eine Schnittstelle für ASP. Wer Lösungen für JSP oder Tango 2000 will, muss zum SDK greifen. Auch bei den Workgroup-Funktionen scheint der in San Francisco ansässige Konkurrent Macromedia bereits weiter zu sein. Zudem stellt die Aria-Produktreihe Analyse-Tools zur Verfügung, die für Webmaster und Marketing-Spezialisten gedacht sind.

Sam Hui, Senior Product Manager der Internet Produkt Gruppe bei Adobe, erklärt gegenüber Macwelt, dass sein Unternehmen im Server-Bereich an Lösungen arbeitet. Für Produktankündigungen sei es jedoch noch zu früh. "Wenn wir auf server-basierte Lösungen schauen, müssen wir erst prüfen, welche Plattform für uns die beste ist", so Hui.

Bei der Client-Entwicklung von GoLive 5.0 wird es bald eine weitere Plattform-Entscheidung geben. Das Unternehmen arbeitet derzeit an einer Carbon-Version für Mac-OS X. Unklar ist jedoch, ob es sich um eine erweiterte Version 5 oder eine neue Fassung der Web-Software handeln wird. mst

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