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Seybold: Vorgezogener Generationswechsel

01.09.1999 | 00:00 Uhr |

Seybold/San Francisco, 31.8.99 - Fast ein Vierteljahr früher als ursprünglich geplant hat Steve Jobs heute auf der Seybold in San Francisco den Nachfolger des erst im Januar 1999 eingeführten G3-Mac vorgestellt.
Der neue Powermac verfügt über einen Power-PC-G4-Prozessor, der gemeinsam von Apple, IBM und Motorola entwickelt wurde. Laut Apple arbeitet dieser mindestens doppelt so schnell wie der derzeit schnellste Intel-Pentium-3-Prozessor. Möglich sei dies durch eine "Velocity Engine" genannte Technologie, mit der die CPU besonders bei grafik- und rechenintensiven Anwendungen deutlich rasanter arbeiten soll.
Drei verschiedene Modelle wird es von dem Powermac G4 geben. Die kleinste Ausführung arbeitet mit 400 MHz, verfügt über eine 10 GB Ultra-ATA-33-Festplatte und 64 MB RAM-Speicher. Das Gerät für den Midrange-Bereich rechnet mit 450 MHz, besitzt eine 20-GB-Ultra-ATA-66-Festplatte und 128 MB Arbeitsspeicher, während der High-End-G4-Mac mit 500 MHz zu Werke geht und auf eine 27 GB-Platte (Ultra ATA/66) sowie 256 MB RAM zurückgreifen kann.

Laut Holger Niederländer von Apple Deutschland basiert die kleinste Version des G4-Rechners größtenteils noch auf dem alten G3-Design, das für den neuen Prozessor angepaßt wurde. Die schnelleren Modelle sind dagegen mit einem komplett neuentwickeltem Motherboard ausgerüstet, das nebem dem G4-Prozessor auch über eine schnellere Grafikschnittstelle (Advanced Graphics Port - AGP 2x) mit dazu passender Grafikkarte und einen internen Firewire-Anschluß verfügt. Die High-End-Maschine ist darüberhinaus mit einem DVD-RAM-Laufwerk ausgerüstet.

Apples drahtlose Netzwerktechnologie "Airport", die vom iBook her bekannt ist, soll auch in den G4-Rechnern einsetzbar sein. Dazu kann man die Airport-Karte, die im iBook ihren Dienst verrichtet in den G4-Rechner einsetzen und damit per Funk eine Verbindung zum Ethernet-Netzwerk oder Internet aufbauen. Dazu sind (ebenfalls nur in den beiden großen Konfigurationen) die Sende- und Empfangsantennen im Gehäuse bereits eingebaut.

Das Design des G4 ist von der Form her mit dem alten G3-Rechner identisch, jedoch farbig anders gestaltet (klarsicht-transparent, Silber, Graphit-grau). Die "große Klappe" durch die man das Gehäuse (wie schon beim G3) mit einem Handgriff öffnen kann, bleibt erhalten.

Zurzeit stehen lediglich die US-amerikanischen Preise für die drei Konfigurationen fest:
G4/400-MHz: 1600 US-Dollar
G4/450-MHz: 2500 US-Dollar
G4/400-MHz: 3500 US-Dollar.

cm

Breitwand-Monitor: 22-Zoll-LCD von Apple für 4000 Dollar

Info: Apple, Internet: www.apple.com

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