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Shopping wie bei Microsoft

21.11.2003 | 12:02 Uhr |

Seit kurzem gibt es den Microsoft-Player auch in der neusten Version für Mac-OS X. Wir haben einmal getestet, was die Software taugt und wie gut sie sich mit kostenpflichtigen Musikdiensten verträgt.

Viele Mac-Nutzer sind misstrauisch, wenn Bill Gates neue Software für Mac-OS herausbringt. Nicht umsonst sind die Mac-Surfer bei der ersten Gelegenheit "auf Safari gegangen" und haben den Explorer links liegen gelassen. In Sachen Windows Mediaplayer sieht das jedoch anders aus: Die Software ist von der Mehrheit der legalen Musikdienste im Internet zum Standard auserkoren worden. Und so hatten Mac-Besitzer ohne den Media Player 9 bisher das Nachsehen, wenn sie legal Musik aus dem Internet herunterladen wollten.

Funktionen und Installation

Der Mediaplayer 9 eignet sich ebenso wie das gewohnte Quicktime fürs Abspielen diverser Video- und Audioformate. Bei Dateiformaten wie WMV und ASF kann Quicktime allerdings nicht mithalten. Dazu benötigt man den Windows Media Player. Unterstützt werden von diesem auch Microsofts Lossless Audio Codec, WMV 7, 8 und neuerdings auch WMV 9. Letzteres Format wird vor allem von kostenpflichtigen Musikanbietern bevorzugt verwendet. Ästheten können sich darüber freuen, dass vier verschiedene Oberflächen für den Player mitgeliefert werden: "Standard" entspricht dem Brushed-Metal-Stil, und "Transparent" ist die richtige Wahl für das saubere "Aqua"-Design. Das silberne "Modern" liebäugelt ein wenig mit dem Windows-XP Stil, wirkt allerdings eleganter. Der "Mini" bietet nur die nötigsten Elemente für die reine Audio-Wiedergabe.

Es empfiehlt sich, nach der Installation das Betriebssystem einmal neu starten. Dann klappt die Integration der Plug-ins in Safari und dem Internet Explorer reibungslos. Unter "Favoriten" sind im Media Player bereits ein paar Links voreingestellt. Hier sind verschiedene kostenlose Angebote in Sachen Webradio und -TV zusammengestellt worden. Die entsprechenden Internetseiten könnten ein wenig besser strukturiert sein. Es lohnt sich trotzdem, einmal reinzuschauen: Es kostet ja nichts. Bei der Integration von Webdiensten geht die Windows-Version des Mediaplayers übrigens noch weiter: Solche Seiten wie oben genannt sieht der Benutzer im Fenster des Players, unter Mac-OS X funktionieren die Links nur über den voreingestellten Browser.

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