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Sicher Surfen und Arbeiten am Mac (1)

25.08.2005 | 13:45 Uhr |

Obwohl auch Apple in den vergangenen Jahren regelmäßig Sicherheitsupdates veröffentlichen musste, bleibt das Mac-OS relativ sicher vor Angriffen von außen. Wer allerdings Tür und Tore offen hält, riskiert auch hier Datenverlust.

Richtig Pluspunkte in der Mac-Gemeinde sammelte Intel-Chef Paul Otellini, als er Anwendern zum Kauf eines Mac riet, weil er wöchentlich rund eine Stunde damit verbrächte, den PC seiner Tochter von Viren zu reinigen. Die Virenfreiheit des Mac-OS ist nicht nur Mac-Anwendern wichtig, und so galt eine der ersten Leserfragen nach dem angekündigten Prozessorwechsel der Sicherheit künftiger Systeme. Intel gleich Windows gleich Viren, Trojaner, Dialer geht als Rechnung zum Glück nicht auf, da für die Sicherheit zu großen Teilen das Betriebssystem verantwortlich ist, und das bleibt Mac, aber es gilt, mit einigen Vorurteilen und Mythen aufzuräumen.

Mythos 1: Mac-Anwender müssen sich nicht vor Viren schützen

Dies stimmt so nicht. Auch wenn es nur wenige Viren und Trojaner gab, die es geschafft haben, bei Mac-Anwendern bleibenden Ärger zu verursachen, sollte man auf Virenschutz nicht verzichten. Da mittlerweile kaum ein Mac mehr abgeschottet von der Umwelt arbeitet, besteht die Gefahr, sich über Mails, beim Surfen oder beim Datentausch vor allem mit Windows-Anwender Viren einzufangen oder unbeabsichtigt weiter zu versenden. Mit seiner Entscheidung, Virex aus dem Softwarepaket zu nehmen, das jeder Anwender mit dem Kauf eines .Mac-Accounts erhält, hat Apple leider nicht gerade dazu aufgerufen, Virenschutz ernst zu nehmen.

Sophos Antivirus ist nur einer von mehreren aktuellen Virenscanner für den Mac.
Vergrößern Sophos Antivirus ist nur einer von mehreren aktuellen Virenscanner für den Mac.

Erster Schritt ist, sich einen Virenschutz am Rechner zu installieren. Die Klassiker Intego Virus Barrier, Virex von Mc Afee, Sophos Antivirus und Norton Antivirus sind kostenpflichtig, als Shareware-Alternativen stehen Clamxav oder Download Check zur Verfügung. Optimal geschützt ist jedoch nur, wer sich neben der Software auch noch die aktuellen Virendefinitionen auf den Rechner lädt, die monatlich oder wöchentlich von den Herstellern veröffentlicht werden. Für professionelle Anwender in Arbeitsgruppen ist ein aktueller Virenschutz Pflicht, denn selbst wenn die eigenen Macs nicht anfällig sind, wirkt es wenig professionell, wenn der Kunde zusammen mit der Auftragsarbeit versehentlich noch einen unerkannten Virus frei Haus erhält.

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