1038348

Elcomsoft veröffentlicht Passwort-Knacker für iPhone 4

09.08.2010 | 06:48 Uhr |

Für kurze oder einfache Passworte kann das Dienstprogramm den Verschlüsselungscode aus dem Schlüsselbund auslesen und somit Zugang zum Backup gewähren.

Elcomsoft iPhone Password Breaker
Vergrößern Elcomsoft iPhone Password Breaker

Die russische Firma Elmsoft , die sich auf das Knacken von Passworten spezialisiert hat, hat nun ein Dienstprogramm iPhone Passwort Breaker veröffentlicht, das für verschlüsselte Backups von iPhones den Zugangscode finden kann.

Elmsoft berichtet, dass Apple mit dem iPhone 4 ein geändertes Verschlüsselungs-System eingeführt hat und beim Anstecken des iPhones an dem Computer alle Daten automatisch mit dem Administrator-Passwort im Schlüsselbund codiert werden können. Mit den Vorgängermodellen des iPhones hingegen wurde unbedingt ein eigenes, Geräte-spezifisches Passwort für die Backups vorausgesetzt.

Ein Problem entsteht erst dann, wenn ein Anwender auf das Backup zugreifen muss und sich an sein Benutzerkennwort für den Computer nicht mehr erinnern kann. In dem Fall muss der iPhone-Besitzer normalerweise all seine Software über iTunes neu laden, verliert dabei aber alle anderen Daten. Apple behauptet, dass die Verschlüsselung des Backups wasserdicht sein und nur mit brutaler Gewalt, wie zum Beispiel einer Computer-Attacke mit Millionen von Kombinationen oder wahrscheinlichen Worten aus Wörterbüchern durchbrochen werden kann.

Elmsoft hingegen bestätigt, dass mit seinem Dienstprogramm kurze und einfache Passworte, je nach Rechenleistung und Unterstützung der Grafikkarte des angeschlossenen Computers, innerhalb von Sekunden herausgefunden werden können. Bei Erfolg kann der Anwender dann das Passwort im XML- oder Text-Format aus seinem Schlüsselbund exportieren. Die Firma schränkt allerdings ein, dass ihr Dienstprogramm nicht in jedem Fall funktioniert.

iPhone Passwort Breaker darf für eigene Backups - oder bei Kunden mit ausdrücklicher Genehmigung - legal eingesetzt werden und kostet zirka 95 Euro für den Privat-Gebrauch und 250 Euro als Enterprise-Edition.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1038348