Von Liane Dubowy - 08.02.2012, 05:49

Sicherheit

Firefox- und Safari-User von Google übers Ohr gehauen?

Lässt Google Firefox- und Safari-Surfer ins offene Messer laufen, nur damit Chrome besser abschneidet? Eine Studie von NSS Labs lässt diesen Schluss zu. Google dementiert.
„Hat Google Firefox- und Safari-User übers Ohr gehauen?“ So lautet provokant die Überschrift einer Browser-Analyse von NSS Labs. Chrome, Firefox und Safari nutzen allesamt die Google-Technik „Safe Browsing API“, um den User vor dem Besuch einer verseuchten Webseite zu warnen. In der Vergangenheit schnitt die Chrome-Konkurrenz beim Schutz vor schädlichen Webseiten jedoch schlechter ab als der Google-eigene Browser. Mehrere Unternehmen hätten daraufhin NSS Labs – ein Forschungsunternehmen aus Texas – mit der Untersuchung der Angelegenheit beauftragt. So leitet NSS Labs jedenfalls sein Untersuchungsergebnis ein.

Noch 2009 und 2010 sollen Firefox und Safari besser als Chrome abgeschnitten haben. Erst nach der Implementierung von „Safe Browsing API v2“ sei es bergab gegangen. Während des letzten Tests von November 2011 bis Januar 2012 habe Chrome zuerst vor 50%, später noch vor 20% der verseuchten Seiten gewarnt. Firefox und Safari konnten dem nur magere 2% gegenüberstellen. Am Tag als der Chrome-Schutz auf 20% sank – dem 22. Dezember 2011, stiegen die Kontrahenten immerhin auf 7%. Interessant: Nur einen Tag zuvor – am 21. Dezember – einigten sich Mozilla und Google in der Finanzierungs-Frage des Firefox. Google ist die Haupteinnahmequelle von Mozilla, eine Absage der Kooperation hätte die Firefox-Macher in große Schwierigkeiten gebracht.

Getestet wurde mit Chrome 15.0.874.106 m, Firefox 7.0.1 und Safari 5.1.1. Rechne man den Schutz vor Malware-Seiten heraus, sollen Chrome, Firefox und Safari übrigens nahezu identischen Schutz bieten, betont NSS Labs. Den besten Schutz vor verseuchten Seiten bietet laut NSS Labs übrigens derzeit der Internet Explorer 9.

Und was sagt Google zur Studie? Man habe keine Daten aus dem Safe Browsing Feed zurückgehalten, heißt es knapp aus Mountainview.

Vielleicht ein technisches Problem der Implementierung? Oder doch nur Zufall? Sagt Google die Wahrheit – was glauben Sie? Sagen Sie uns Ihre Meinung unter dem Artikel im Kommentarfeld.
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