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IBM-Studie hält Mac-OS X für unsicher

13.02.2009 | 07:42 Uhr |

In der Tat sieht die Prozentquote zwischen gemeldeten Sicherheitsrisiken und Apples Updates finster aus. Die absoluten Zahlen sprechen andere Bände.

Mac-OS X gilt als das angreifbarste Betriebssystem, berichtet IBMs Entwicklungsteam für Forschung und Sicherheit in seinem Jahresbericht.

Das Team X-Force Research zählt die der Fehlerbehebungen der Hersteller in Relation zu der Gesamtanzahl von offiziell gemeldeten Sicherheitslücken. Im Fall von Mac-OS X und OS X Server bleiben demnach 14,3 Prozent der Probleme offen.

Laut Macnn rechnet IBM die beste Behebungsquote für seine eigene Plattform AIX aus. Mit über 96 Prozent aller Fehler behoben liegt IBM knapp vor Microsoft, wo in den verschiedenen Betriebssystemvarianten zwischen 4,1 und 5,5 Prozent der Sicherheitslücken nicht gestopft wurden.

Microsoft hält den Rekord für die Gesamtanzahl von gemeldeten Sicherheitslücken. In diese Statistik werden alle Programme des Herstellers mit einbezogen, inklusive der Webbrowser.

Laut dem X-Force Research Team ist die Anzahl von Sicherheitslücken rund um Web-Applikationen signifikant angestiegen. Mehr als die Hälfte aller gemeldeten Angriffsmöglichkeiten können darauf zurückgeführt werden. Gemäß der Auswertung wurden 74 Prozent der Sicherheitsrisiken im letzten Jahr bei Jahresende (noch) nicht vom Hersteller behoben. Dennoch ist ein Trend ersehbar, dass trotz aller Angriffe mit heimtückischem Code die Browser und ihre Plug-Ins zunehmend weniger angreifbar werden.

Auch wenn die oben genannte Prozentrate der Patches Microsoft vergleichsweise gut aussehen lässt, sind die absoluten Zahlen erschlagend. Auf Internet Explorer und ActiveX werden mehr als 67 Prozent aller Exploits zurückgeführt, während Adobe Flash und Acrobat fast 25 Prozent der Angriffe ermöglichten.

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