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Umfrage: Fast jeder Zweite war bereits Opfer von Cyber-Kriminalität

09.02.2016 | 15:56 Uhr |

Die Zahl der Opfer von Internet-Kriminalität steigt immer schneller an und die Methoden der Kriminellen werden stets raffinierter. Gleichzeitig sinkt die Hemmschwelle bei den Nutzern, private Daten im Netz anzugeben – was besonders bei einer Altersgruppe auffällig ist.

Eine aktuelle Umfrage der TNS Emnid im Auftrag der Deutschen Telekom hat ergeben, dass rund 48 Prozent der Deutschen Internetnutzer bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden sind. Viren, Trojaner oder sonstige Malware wurden demnach am häufigsten als Ursache angegeben. Mit 45 Prozent steht diese Art der Cyberkriminalität an erster Stelle, wohingegen lediglich bei acht Prozent der Befragten die Kriminellen durch Phishing an private Zugangsdaten der Opfer gekommen sind. Bei circa vier Prozent wurde Identitätsdiebstahl festgestellt.

Laut Internetworld variiert die Bereitschaft zur Preisgabe privater Daten im Netz nach Altersgruppe, aber auch nach der Art der Daten. Dabei sind die älteren Personengruppen noch weitaus vorsichtiger als die jüngeren. Lediglich 42 Prozent der über 60-jährigen sind demnach bereit, persönliche Daten preis zu geben, während es bei den 30- bis 39-jährigen schätzungsweise 60 Prozent sind. Wenn es darum geht, seine E-Mail-Adresse anzugeben, haben 61 Prozent der 30- bis 39-Jähringen keine Bedenken, wohingegen nur 36 Prozent der über 60-Jährigen dazu bereit sind.

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Nichtsdestotrotz differenzieren die Nutzer laut der Studie dennoch zwischen den persönlichen Daten. Letztendlich geben zwar 54 Prozent der Befragten ihren Namen, 50 Prozent ihre E-Mail Adresse und sogar 46 Prozent ihr Geburtsdatum an. Fotos (13 Prozent), Telefonnummern (21 Prozent) und Anschriften (29 Prozent) gaben jedoch weniger als ein Drittel der Befragten bekannt.

Wenn auch gleich die jüngere Generation freizügiger mit ihren privaten Daten umgeht, weiß diese sich im Ernstfall trotzdem besser zu helfen als ältere Personen. Demnach sollen rund 56 Prozent der jüngeren ohne Hilfe ausgekommen sein und das Problem gelöst haben.  

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