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Kaspersky entwickelt eigenes Betriebssystem

17.10.2012 | 09:27 Uhr |

Der russische Spezialist für Sicherheitssoftware entwickelt aktuell ein Betriebssystem, das Industrieanlagen vor Hackerangriffen schützen soll.

Bislang trat das russische Unternehmen Kaspersky Labs primär als Anbieter von Antiviren-Lösungen für Endanwender in Erscheinung. Nun will der Hersteller seine Erfahrungen auch in ein eigenes Betriebssystem einbringen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Konkurrenz-Produkt zu Windows, Linux oder Mac OS, sondern um eine Systemsoftware für Industrieanlagen.

Heutige Betriebssysteme seien nach Ansicht von Kaspersky nicht effektiv vor Angriffen mit Schadprogrammen wie Stuxnet , Duqu oder Flame zu schützen. Die hochspezialisierte Eigenentwicklung von Kaspersky könne in diesem Bereich im Vergleich zu etablierten Systemen jedoch für einen erhöhten Schutz sorgen.

Wann das Betriebssystem von Kaspersky veröffentlicht werden soll, steht noch nicht fest. Die große Schutzwirkung soll die Systemsoftware des Unternehmens durch eine Ausrichtung auf bestimmte Aufgaben ermöglichen. Die typischen Handgriffe von Endanwendern seien damit nicht realisierbar. Ebenfalls grundlegend beim Schutz sei eine Verhinderung von Aktivitäten im Hintergrund. An einem solchen System arbeitet Kaspersky im Rahmen des Projekts ebenfalls.

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