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Malware-Schutz in Mac-OS X 10.6.4 enthalten

21.06.2010 | 06:59 Uhr |

In das jüngste Betriebssystem-Update hat Apple die Erkennung eines weiteren Trojaners eingebaut. Die betroffene Malware gibt sich als iPhoto-Datei aus und versucht, den Anwender zur Aktivierung zu verleiten.

Update Mac-OS X 10.6.4
Vergrößern Update Mac-OS X 10.6.4

Zehn Monate nach Einführung von Mac-OS X 10.6 Snow Leopard mit grundlegenden Malware-Detektoren hat Apple diese Funktion um einen weiteren Virus-Scan erweitert. Sicherheitsexperten der Anti-Virus-Hersteller für Mac Sophos (England) und Intego (USA) bestätigen, dass Apple in die neue Version von Mac-OS X 10.6 .4 ein Update der Datei "XProtect.plist" eingebaut hat.

Diese Datei enthält Beschreibungen von Malware, wurde im August 2009 beim Launch von Snow Leopard eingeführt und enthielt ursprünglich nur Informationen für zwei Trojaner, die Symantec unter den Namen "RSPlug.a" und "Iservice" veröffentlichte. Das Update Mac-OS X 10.6.4 enthält nun die Beschreibung eines dritten Trojaners, den Symantec "HellRTS" bzw. Sophos "OSX/Pinhead-B" taufte. Der Trojaner gibt sich als iPhoto-Datei aus und versucht so, Mac-Anwender zum Installieren und Aktivieren der Malware zu verleiten.

Sowohl Sophos als auch Symantec haben die Erkennung des Trojaners seit April in ihre Anti-Virus-Software für Macs eingebaut. Graham Cluley stichelte in seinem Blog, dass Apple dieses Trojaner-Update klammheimlich ohne Pressemitteilung durchführte, weil ein weiterer Trojaner für die Mac-Plattform Apples "virensicheres" Image schade. Cluley fügt hinzu, dass seiner Meinung nach das Mac-OS X 10.6.4-Update keinesfalls "echte" Anti-Virus-Software ersetzt. Intego stimmt dem zu und tönt auf seiner Webseite : "Apples eingebaute Anti-Malware-Scanner schützen nun vor drei Trojanern. VirusBarrier X6 von Intego hingegen schützt vor allen bekannten Malware-Arten der Mac-Plattform."

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