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EFF warnt vor massiven Sicherheitsproblemen bei Smartphones

18.05.2012 | 09:12 Uhr |

Dan Auerbach von der Electronics Frontier Foundation (EFF) warnt vor massiven Sicherheitsproblemen für Smartphones, die geradezu apokalyptisches Ausmaß annhemen könnten.

Das Problem sei, dass die Entwicklung der Sicherheit nicht mit dem Markterfolg der Smartphones mithalten könne, eine Situation, wie man sie aus den späten neunziger Jahren aus dem PC-Bereich kenne. Konkret kritisiert Auerbach die von allen Handy-Herstellern eingesetzten Baseband-Chips als Schwachstelle in den Sicherheitskonzepten. Diese kommunizierten uneingeschränkten mit jeder Basisstation in ihrer Nähe und könnte so überlistet werden. Die Kosten für mobile Basistationen seienzuletzt deutlich gesunken, so dass Kriminelle sie einsetzten könnten. Polizeibehörden würden bereits mit derartigen Vorrichtungen in Einzelfällen den Mobilfunkverkehr überwachen. Das Prnzip der gefälschten Basisstationen sei bereits seit gut anderthalb Jahren bekannt, Hersteller hätten sich in der Zwischenzeit aber liber um Bildschirmauflösungen und andere Features für Anwender gekümmert und nicht um die Sicherheit des GSM-Standards. Hersteller und Mobilfunkprovider hätten derzeit auch kein großes Interesse, etwa stärkere Verschlüsselungen als den derzeit genutzten Algorithmus A5/1 zu entwickeln, solange der Markt so stark wachse.

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